Besonderer Gegner dem Gevelsberg durchaus Punkte abknüpfen kann

Im Hinspiel siegte Gevelsberg-Silschede um Leo Stippel (am Ball) gegen die Handballer aus Nordhemmern.
Im Hinspiel siegte Gevelsberg-Silschede um Leo Stippel (am Ball) gegen die Handballer aus Nordhemmern.
Foto: WP

Gevelsberg..  Es ist immer etwas Besonderes, wenn in der Handball-Oberliga die HSG Gevelsberg-Silschede die Fast-Profis von LIT Handball NSM aus dem ostwestfälischen Nordhemmern empfängt. Am Samstag (19.15 Uhr, Halle West) ist es wieder soweit, dann weht wieder ein Hauch von Bundesliga- und internationalem Handball durch die Luft.

Das bedeutet aber auch, dass die Gastgeber als Außenseiter antreten werden. Außenseiter ja, keineswegs als chancenloser. Obwohl die meisten Spieler aus Nordhemmern auf Erfahrungen aus höheren Ligen, mit Tomasz Tluczynski steht sogar ein Vize-Weltmeister von 2007 im Kader, zurückgreifen können, und obwohl der Kader sehr tief und erstklassig besetzt ist, so haben es die Gevelsberger immer geschafft, den Favoriten lange Paroli zu bieten. Im vergangenen März gab es sogar einen erkämpften und umjubelten Heimsieg.

An Heimsieg anknüpfen

Klar, dass Gevelsberg daran anknüpfen möchte. „Das ist zu schaffen, kostet uns aber eine enorme Anstrengung“, so HSG-Trainer Hans-Peter Müller. So wird es einmal mehr auch auf die Kondition ankommen. Vorteil Nordhemmern: Die Bank ist so stark besetzt, dass mühelos Stammspieler und Leistungsträger gleichwertig ersetzt werden können. „Jeden Spieler, der auf der Ersatzbank sitzt und nicht spielt, würde ich sofort für unsere Startformation nehmen“, so Müller, der einmal mehr personelle Sorgen hat. Die Grippe hat Pagel und Neuzugang Zarnekow erfasst. Schwer zu beurteilen ist, ob beide auflaufen können. Dazu laboriert Kevin Kliche weiterhin mit seiner Fuß-Verletzung, die schon seit Monaten kein Training zugelassen hat. Ob er, wie zuletzt oft geschehen, für Einsatz am eigenen Kreis infrage kommen wird, bleibt einmal mehr abzuwarten.

Titelanwärter Nummer eins

Übrigens kommt mit der Mannschaft aus Nordhemmern einer der am höchsten gehandelten Vertreter der Liga. Viele haben die Ostwestfalen als Meister-Anwärter Nummer eins gesehen. „Warum es nicht so gekommen ist, kann keiner wirklich sagen“, so Hans-Peter Müller. Dass die Gäste in Sachen Meisterschaft nicht mehr werden eingreifen können, will Müller nicht als Hinweis sehen, dass die Gäste vielleicht mit einer lascheren Einstellung antreten werden.

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