Aus Fußball soll Futsal werden

Der Futsakl-Ball im Verghleich zum größeren Nomal-Fußball (Mitte).
Der Futsakl-Ball im Verghleich zum größeren Nomal-Fußball (Mitte).
Foto: NRZ

Ennepe-Ruhr/Hagen..  Sich von „Traditionen“ zu trennen, fällt auch Fußballern nicht leicht. Ab diesem Jahr sollen für den Hallenfußball neue Regeln gelten (wir berichteten). Doch bei den Qualifikationsturnieren zum Hagener Hallen-Masters in Boele-Kabel, Gevelsberg und Wengern wurde am Wochenende noch nach den alten gespielt. Vielfach auf Wunsch der beteiligten Vereine.

„Das ist auch erlaubt“, erklärte Kreis-Geschäftsführer Peter Claußnitzer gegenüber unserer Zeitung- Doch bei den Masters selbst kommen die neuen, die Futsal-Regeln zur Anwendung. Und auch der spezielle Ball, der unter anderem, bei den Spielern in Gevelsberg am Wochenende nicht gut ankam.

Bei den Stadtmeisterschaften der Reservemannschaften im benachbarten Hattingen wurde bereits „Futsal“ gespielt. „Das hat auch ganz wunderbar geklappt“, sagt Hattingens Fußball-Fachschaftsleiter Wolfgang Waßerloos, der aber auch zugibt, dass er im Vorfeld der Turniere Bedenken hatte. Doch die haben sich inzwischen weitestgehend zerstreut. Hier noch einmal die wichtigsten Änderungen:

Gespielt wird jetzt mit einem kleineren, einem sprungreduzierten Ball. Den Vereinen wurden im Vorfeld diese neuen Bälle geschenkt, damit sich die Spieler an das Spielgerät gewöhnen können. Schnelles Flachpassspiel soll durch diese Bälle ermöglicht werden. „Die Mannschaften sind damit gut klargekommen“, sagt Wolfgang Waßerloos, der dann mit einem Schmunzeln anfügt. „Allerdings hat es nicht nur Flachpässe gegeben, einige Bälle sind auch unter dem Hallendach verschwunden. Generell finde ich aber schon, dass die neuen Bälle gut ankommen.“

Der Ball wird nicht mehr eingerollt, sondern eingeschossen. „Das ist sicher keine gravierende Änderung“, so Waßerloos. „Ob jetzt eingerollt oder eingekickt wird, ist im Prinzip egal.“

Nach einem Foul muss der Freistoß innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden. Geschieht das nicht, wechselt das Freistoßrecht. „Auch das hat eigentlich funktioniert“, sagt Waßerloos.

Wenn ein Schuss schon vor der Schlusssirene abgegeben wurde, der Ball aber nach Ertönen der Sirene im Tor einschlägt, dann zählt der Treffer. „Das gefällt mir nicht so“, sagt Waßerloos. „Das widerspricht den gängigen Fußballregeln.“

In der letzten Spielminute wird die Uhr bei jeder Unterbrechung angehalten. Auch das sei gewöhnungsbedürftig, so Waßerloos. „Das kann für Hektik sorgen, die Zeitnehmer sind auf jeden Fall sehr gefordert.“

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