Anastasov und Finley die Neuen der Baskets

Jeremy Robinson (l.) und Dominik Malinowski.
Jeremy Robinson (l.) und Dominik Malinowski.
Foto: Michael Scheuermann

Schwelm..  Bye, bye, Jeremy Robinson. Hello Mirko Anastasov und Karl Finley. Der Basketball-Zweitligisten Schwelmer Baskets hat für den Rest der Saison der Pro B Nord personelle Entscheidungen getroffen.

Das vergangene letzte halbe Jahr war alles andere als gut für die Kreisstädter. Bereits mit dem Beginn der Vorbereitung auf die Saison 2013/2014 steckte personell der Wurm in der Mannschaft. Trainer Raphael Wilder hatte mit vielen Verletzungen seiner Spieler zu tun. Vor allem Dominik Malinowski konnte lange Zeit nicht spielen, feierte schließlich ein tolles Comeback. Doch mittlerweile ist der ambitionierte Akteur erneut zum Zuschauen verurteilt. Einen weiteren Tiefschlag bedeutete das Aus von Anthony Pettaway. Eine tödliche Tragödie innerhalb seiner Familie ließ ihn die Zelte in Schwelm abbrechen und auf unbestimmte Zeit in seiner Heimat in den USA weilen.

Zwei Kurzeinsätze und knapp zwei Wochen Training

„Das kann man nicht wirklich kompensieren“, war Baskets-Trainer Raphael Wilder im vergangenen Jahr klar. So mussten er zusammen mit dem Verein – insbesondere mit Manager Marvin Eberle – durchaus riskante personelle Varianten eingehen. Mit Jeremy Robinson schien ein Licht am Horizont zu scheinen. Der US-Boy spielte zuletzt beim Liga-Konkurrenten Herten, trennte sich nach einer Operation an der Bandscheibe im November von den „Löwen“. Zwei Kurzeinsätze, knapp zwei Wochen Training wollte Wilder nutzen, um Robinson eine Chance zu geben. „Bei ihm weiß ich, dass er ein guter Junge ist und charakterlich zur Mannschaft passt“, so Wilder vor der Winterpause. „Er hat halt noch nicht die Bewegungsabläufen und unsere Kombinationen drauf. Das muss er lernen. Ich werde seine Entwicklung beim Spiel, vor allem aber im Training sehen.“

Offensichtlich war der Eindruck, den Jeremy Robinson hinterlassen hat, nicht gut genug. Auf der Baskets-Homepage bedanken sich die Schwelmer für Robinsons kurzfristigen Einsatz und „wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft alles Gute und viel Erfolg“. Dabei betont Wilder, dass die Entscheidung, einen vierten deutschen Center unter Vertrag zu nehmen, keine Entscheidung gegen Jeremy Robinson sei.

Mirko Anastasov und Karl Finley werden die Schwelmer Baskets ab sofort verstärken. Zum Ende des vergangenen Jahres hatte Raphael Wilder neue Verpflichtungen bis zum Ende der Wechselfrist am 10. Januar als riskant bewertet. „Da weiß man nie genau, wie es sportlich und menschlich zur Mannschaft passt“, hatte Wilder einst gesagt. „So oder so müssen wir mit den neuen Spielern bis zum Ende der Saison arbeiten. Da steckt schon ein Risiko drin.“

Schwelmer Baskets sindzufrieden mit neuen Spielern

Nun zeigen sich die Schwelmer Baskets zufrieden mit den beiden neuen Spielern. Dabei gab es zunächst kein Erfolgserlebnis bei der Suche nach einem deutschen Aufbau- und Flügelspieler, der Dominik Malinowski einigermaßen ersetzen kann. Immerhin kommt mit Mirko Anastasov ein weiterer deutscher Center, der die Mannschaft weiter bringen kann. Der 29-Jährige ist nicht ganz so unbekannt im Schwelmer Kader. Immerhin hat er in der Saison 2010/2011 zusammen mit Sebastian Schröter und Dario Fiorentino beim Pro A-Ligisten ETB Baskets Essen gespielt. Dort kam er zuletzt in durchschnittlich knapp elf Minuten Spielzeit auf 3,5 Punkte und drei Rebounds. Anschließend musste er verletzungsbedingt eine Saison pausieren und hielt sich zuletzt bei ART Düsseldorf (2. Regionalliga) fit. Raphael Wilder auf der Baskets-Homepage: „Mirko ist ein Center, der sich durch seine Spielweise von Sebastian Schröter, Dario Fiorentino und Michael Agypong unterscheidet. Er ist ein Spieler, der sich physisch enorm aufposten kann und in der Zone sehr präsent ist. Durch ihn wird unser Spiel wieder etwas variabler und verlagert sich auch wieder mehr unter den gegnerischen Korb. Uns ist klar, dass er schon seit einiger Zeit nicht mehr auf diesem Niveau trainiert und gespielt hat.“

Fit gehalten im ehemaligen Jugoslawien

Um zu vermeiden, einen so genannten Rookie, also Anfänger, zu verpflichten, haben sich die Schwelmer Baskets für den 24 Jahre alten US-Guard Karl Finley entschieden. Zuletzt spielte er in der Regionalliga und hatte einen entscheidenden Anteil an dem Aufstieg in die Pro B des VfL Stade. Der 1,85-Meter-Mann erzielte im Schnitt 27 Punkte pro Spiel, sicherte sich fünf Rebounds, lieferte 2,6 Assists und kam auf 2,5 Steals. Zudem machte der mit einer Dreierquote von 36 Prozent von sich reden. Zuletzt hielt sich Finley in der ABA-League in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens fit. Hierzu der Baskets-Trainer auf der Homepage: „Karl war in der vergangenen Saison der beste Spieler der Regionalliga Nord. Er hat lange auf seine Chance in der ProB gewartet und hat die Rolle, die ich ihm zugedacht habe, sofort akzeptiert. Er passt menschlich einwandfrei in unser Team. Natürlich braucht auch Karl eine gewisse Anlaufzeit, um sich an das Niveau der ProB zu gewöhnen.“

 
 

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