SV Haldern kann Auswärtsfluch nicht brechen

Die vergebene Chance von Julian Otten war der Knackpunkt.
Die vergebene Chance von Julian Otten war der Knackpunkt.
Foto: DIANA ROOS
  • Die Lindendörfler unterliegen in der Bezirksliga bei der SGE Bedburg-Hau mit 1:4
  • In Unterzahl gelingt Matthias Bauhaus das einzige Tor für die Gäste
  • Dominik Schertes sieht Gelb-Rot nachdem SGE-Spielertrainer Sebastian Kaul auf ihn aufläuft

Haldern.  Der SV Haldern und Auswärtsspiele. Das ist wahrlich keine Liebesbeziehung in dieser Bezirksliga-Saison. Auch beim achten Versuch setzte es eine Niederlage. Die 1:4-Pleite bei der SGE Bedburg-Hau hörte sich vom Ergebnis aber heftiger an, als sie eigentlich war. „Bis auf die erste halbe Stunde, die wirklich schlecht war, haben wir schon ganz gut kombiniert, allerdings haben wir uns insgesamt zu wenige Torchancen herausgespielt“, lautete das Fazit von Coach Jürgen Stratmann.

Es ging auch nicht wirklich gut los für die Gäste. Nach zehn Minuten gab es Freistoß für die Bedburger. Nach der Flanke in den Strafraum konnten die Halderner einen Kopfball nicht richtig unterbinden und der Ball landete genau vor den Füßen von Christian Klunder, der aus drei Metern den Ball über die Linie schob.

Großchance von Julian Otten

Ihre stärkste Phase hatten die Gäste dann nach der Pause. In diesem Zeitraum kam es auch zu einer Großchance von Julian Otten, die Stratmann hinterher als einen Knackpunkt bezeichnete. Matthias Bauhaus hatte den Ball in die Mitte gebracht, wo Otten drei Meter vor dem Tor frei zum Schuss kam. Allerdings traf er das Spielgerät so unglücklich, dass es über die Latte flog (55.).

Eine zweite Schlüsselszene des Spiels gab’s in der 70. Minute. Sebastian Kaul, Spielertrainer der SGE, hatte sich kurz zuvor selbst eingewechselt und nutzte dann all seine Cleverness. Er legte den Ball an Dominik Schertes vorbei und suchte den Kontakt mit dem Halderner Abwehrspieler. Der Schiedsrichter zückte Gelb-Rot gegen Schertes und verhängte einen Freistoß, den Andrej Kornelsen zu allem Überfluss zum 0:2 versenkte (70.). „Das war kein Foul, sondern provoziertes Auflaufen“, war Stratmann von der Entscheidung des Schiedsrichters wenig angetan.

Bauhaus verkürzt

Trotz Unterzahl machten es die Lindendörfler spannend. Denn nach Vorarbeit von Christopher Möllenbeck verkürzte Bauhaus (80.). Doch in den letzten Spielminuten schlug Falko Hesse noch zweimal für den SGE zu, als er einen Strafstoß verwandelte (86.) und schließlich auch noch zum 4:1-Siegtor einnetzte (90.).

 
 

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