Schlebach löst beim SV Schermbeck Holger Aden ab

Am Niederrhein..  Der SV Schermbeck und sein Trainer Holger Aden gehen nach nur rund acht Monaten der Zusammenarbeit getrennte Wege. Nachfolger auf der Bank des Westfalenligisten wird mit Christoph Schlebach ein alter Bekannter und früherer Wunschkandidat bei den Rot-Weißen. Der 45-Jährige hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterzeichnet und leitet heute das erste Training als „Chef“. Co-Trainer des SVS bleibt Kenan Osma.

„Holger Aden hatte uns bereits nach der Pokal-Niederlage in Sinsen mitgeteilt, dass er sein Amt niederlegen werde, sobald der Verein einen Nachfolger gefunden hätte“, erläutert der Sportliche Leiter des SVS, Michael Benninghoff. „Er war sehr emotional, vielleicht manchmal zu emotional. Trotzdem stand eine Entlassung, die es ja auch nicht ist, unsererseits nicht zur Debatte.“

Kritik über Dritte aus Spielerkreisen

„Kritik an seiner Arbeit über Dritte aus Spielerkreisen, die vom Vorstand energischer hätte unterbunden werden müssen“, nennt der SVS-Vorsitzende Johannes Brilo die Gründe, die Aden beim Gespräch angeführt hätte. „Der Vorstand bedauert diese fehlende Unterstützung, denn wir haben Holger Aden als korrekten und sehr engagierten Trainer kennengelernt. Trotz der Trennung bleibt der Verein in freundschaftlichem Kontakt mit ihm und wünscht ihm für seine Zukunft alles Gute“, so Brilo. „Die Mannschaft hat durch Ihren Kapitän ebenfalls ihr Bedauern ausgesprochen und sich für die Arbeit bei Holger Aden bedankt.“

In der Tat betont auch Aden, im Guten zu gehen: „Im Grunde hat es Spaß gemacht, die Leute sind alle in Ordnung. Ich denke, dass ich dort einiges bewegt und mir nichts vorzuwerfen habe.“ Aber nur Friede, Freude, Eierkuchen war es dann doch wohl nicht. „Es gab ein paar Differenzen, die aber ausgeräumt wurden.“ So sei Aden beispielsweise in Sinsen an der Linie für seine deutlichen Kommentare „von Günter Beck quasi vor der Mannschaft der Mund verboten worden. Ich lasse mich aber nicht verbiegen. Ich kann nicht immer nur positiv reden, wenn die Dinge auf dem Platz auch nach dem neunten Hinweis immer noch nicht funktionieren“, so Aden.

Zudem habe es Probleme mit einigen Spielern gegeben. „Da waren zwei, drei Unzufriedene, die immer mehr aus dem Hintergrund geschossen haben“, so Aden, dem seitens dieser Kicker zu langes Training oder fehlende taktische Anweisungen vorgeworfen wurden. Auch mit seinen klaren Ansprachen sei nicht jeder klar gekommen.

 
 

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