Schiedsrichter schickt vier Spieler frühzeitig unter die Dusche

Rees.  Wenn nach einem Fußballspiel hauptsächlich über den Unparteiischen gesprochen wird, ist das immer ein schlechtes Zeichen. Beim 3:3 (1:1)-Remis des SV Rees bei der Reserve des PSV Wesel-Lackhausen ließ es sich aber nicht vermeiden. „Es ist sehr schade, aber der Schiedsrichter war schlichtweg überfordert“, meinte der Reeser Coach Bernd Franken, dessen Team in der zweiten Hälfte zeitweilig mit drei Mann weniger auf dem Platz stand.

Zunächst kamen die Hausherren besser in die Partie und gingen per Kopfball nach einem Standard in Führung (25.). „Da hat man doch gemerkt, dass uns ein Spieler wie Christoph Rehm gefehlt hat“, stellte Franken fest. Kurz vor der Pause staubte Marcel Schlösser nach einem Schuss von Marko Cvetkovikj zum Ausgleich ab. Nach Vorarbeit von Meriton Arifi brachte Bastian Röös die Gäste dann in Führung (55.).

Auch an der nächsten Aktion war Röös beteiligt. Er wurde für ein Einsteigen im Strafraum bestraft. Folge: Gelb und Strafstoß für Wesel. „Das war nie und nimmer ein Elfmeter, sondern eigentlich ein Freistoß für uns“, haderte Franken. Die Postler verwandelten vom Punkt (64.).

Nun kam es zur echten Kartenorgie mit am Ende insgesamt vier Hinausstellungen. Marko Cvetkovikj sah Rot wegen einer angeblichen Tätlichkeit (67.). Als Arifi in seiner Funktion als Spielführer beim Referee nachfragte, sah er zunächst Gelb und bei einem weiteren Satz Gelb-Rot (67.). Schließlich gab es erneut Gelb-Rot für Rees. Maurice Hühner wurde als Übeltäter in den Spielbericht eingetragen. Trotz der klaren Unterzahl köpfte Daniel Buscher das 3:2 für Rees (80.), ehe ein Weseler Gelb-Rot sah, der im Übrigen vorher gar nicht verwarnt war.

Kurz vor Schluss gelang den Hausherren dann zu allem Überfluss aus Reeser Sicht auch noch der Ausgleich (90.).

 
 

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