Kock trotz Last-Minute-Sieg bedient

Sven Dienberg entschied mit seinem Treffer in der Nachspielzeit die Bezirksliga-Partie gegen Pfalzdorf zu Gunsten des RSV.
Sven Dienberg entschied mit seinem Treffer in der Nachspielzeit die Bezirksliga-Partie gegen Pfalzdorf zu Gunsten des RSV.
Foto: Thorsten Lindekamp

Praest.  Am Ende gab es doch noch den Jubel für die Hausherren. Während die Spieler aus Pfalzdorf nicht zum ersten Mal in dieser Saison nach dem Abpfiff enttäuscht auf den Rasen sackten, gratulierten die Praester Sven Dienberg zu seinem Treffer zum 3:2 in der Nachspielzeit, der für einen sehr schmeichelhaften Erfolg des RSV gegen das Bezirksliga-Schlusslicht sorgte. „Eigentlich hatten wir nicht mal einen Punkt verdient“, konnte sich der Praester Coach Roland Kock angesichts der wenig erbaulichen Vorstellung seiner Schützlinge jedoch nur bedingt freuen.

So hätten die Hausherren gegen die ganz in blau angetreten Gäste fast ihr blaues Wunder erlebt.Vor allem in der ersten Hälfte ließen die Schwarz-Gelben gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten so ziemlich alles vermissen. Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft, Körpersprache – jeweils Fehlanzeige. Ganz anders trat der Gast auf, der forsch nach vorne spielte und nach 28 Minuten auch vollkommen verdient in Führung ging, als Tobias van de Loo einen Schuss aus knapp 20 Metern versenkte.

Und die Gastgeber hätten sich auch nicht darüber beschweren dürfen, wenn die Pfalzdorfer zur Pause noch höher vorne gelegen hätten. Kapitän Simon Olfen (20., 30.) und Dominik Konstanczak (43.) hatten weitere sehr gute Gelegenheiten. „Wir waren überhaupt nicht auf dem Platz und in allen Belangen grottenschlecht. Da redet man die ganze Woche drüber und dann kommt so was raus“, konnte Kock den blutleeren Auftritt seiner Elf nicht verstehen und stapfte dementsprechend nach 45 Minuten mächtig angefressen in die Kabine. „Da hat es dann geknallt“.

Mit Beginn der zweiten Hälfte brachte Kock mit Sven Dienberg einen zusätzlichen Offensivspieler. Bezeichnend für das gestrige Spiel der Schwarz-Gelben war, dass Dienberg und der später ebenfalls eingewechselte Benjamin Jesche die besten Akteure auf Praester Seite waren. Die Hausherren zeigten nun zumindest deutlich mehr Willen, das Match zu drehen, aber auch die Gäste suchten im zweiten Durchgang immer wieder ihre Chancen. In der 71. Minute setzte sich dann Sven Dienberg in Höhe der Strafraumlinie schön durch, passte auf Dennis Thyssen und seine Hereingabe wurde von Patrick Gottschling aus kurzer Distanz zum 1:1 über die Linie gedrückt, wobei die Pfalzdorfer vehement eine Abseitsposition reklamierten.

Doch praktisch im Gegenzug schlug der Underdog zurück, als die Praester Defensive unsortiert war und erneut Tobias van de Loo zum 2:1 für die Alemannia einnetzte.

Dienberg trifft in der 94. Minute

In den Schlussminuten erhöhten die Schwarz-Gelben den Druck und nach einem Freistoß von Darwin Sangs war Dennis Thyssen per Kopf zum 2:2 erfolgreich (86.). Als dann bereits die vierte Minute der Nachspielzeit angebrochen war, gab es noch einmal eine Ecke für den Tabellenvierten, die Michael Schulz schoss und von Sven Dienberg ins Tor verlängert wurde.

 
 

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