Glanzlos zum Pflichtsieg

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Vrasselt..  Mit einem ungefährdeten 4:1 (1:0)-Sieg kehrte Bezirksligist SV Vrasselt von der linken Rheinseite zurück. Beim Schlusslicht SV Rheinwacht Erfgen taten sich die Blau-Weißen auf dem holprigen Geläuf zunächst schwer, bekamen mit der Zeit aber immer mehr Zugriff zum Spiel und erledigten die „unangenehme Aufgabe“, wie Trainer Klaus Lindau den Ausflug zum Schlusslicht bezeichnete, am Ende souverän. „Wir haben etwas gebraucht, um in die Partie zu kommen, waren zunächst zu weit von den Leuten weg. Mit der Zeit wurde es aber immer besser, so dass der Sieg vollkommen verdient ist“, gab Lindau zu Protokoll und bezeichnete den Erfolg als „glanzlos, aber wichtig.“

Lohmann in der Spitze

Mit einer offensiveren Aufstellung als üblich gingen die Gäste aus der Rheinstand die Partie an. Vrasselts Übungsleiter beförderte Innenverteidiger Alexander Lohmann in die vorderste Spitze, Philipp de Schrevel rückte ins Zentrum und Dennis Knoop übernahm den Part des Rechtsverteidigers. Die ersten Minuten waren zäh, Chancen Mangelware. Erste Offensivaktionen waren erst nach einer Viertelstunde zu vernehmen, als Erfgens Schlussmann Sascha Westerhoff vor Lohmann am Ball war. Fortan erhöhten die Vrasselter die Schlagzahl, ohne dabei fußballerische Feinkost zu servieren. Erst scheiterte Lohmann an Westerhoff (24.), dann zweimal Pfände (26., 29.).

Eine „800-Prozentige“, wie Lindau flachste, vergab Jeremias Geurtsen, als er nach einer Hereingabe von Lohmann sechs Meter vor dem Gehäuse Westerhoff anschoss (33). Kurze Zeit später zielte erneut Pfände knapp vorbei (38.) und auch Sebastian Derksen bekleckerte sich nicht mit Ruhm, als er fünf Meter vor dem Tor nach einem Pfände-Freistoß die Kugel neben das Gehäuse setzte (39.). Das hochverdiente 1:0 fiel dann drei Minuten vor dem Wechsel, als Lohmann einen langen Freistoß mit viel Übersicht quer legte und Derksen diesmal problemlos einschob.

Für die frühe Vorentscheidung sorgte Geurtsen kurz nach dem Pausentee (51.), als er ebenfalls von einer Kopfballvorlage von Lohmann profitierte. „Wenn man keine Probleme hat, macht man sich welche“, ärgerte sich Lindau anschließend über die Aktion in Minute 65, als Erdal Taskiran zunächst zu lasch zurückpasste und dann auch noch ein Foulspiel im Strafraum beging. Den fälligen Elfmeter parierte André Barth stark gegen Philipp Sonnenschein.

Auf der Gegenseite war die Messe spätestens mit dem 3:0 durch Lohmann, der eine Pfände-Vorarbeit verwertete, gelesen. Und auch der Kapitän schlug noch zu, als er einen langen Ball von Jens Lamers gekonnt über Westerhoff spitzelte und dann zum 4:0 traf (82.). Den Ehrentreffer des Gastgebers blieb Lars Lousee vorbehalten, der per Volleyschuss in die lange Ecke (85.) vollstreckte.

 
 

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