Emmericher Adventslauf am kommenden Sonntag

Foto: WAZ FotoPool
Start und Ziel ist im Eugen-Reintjes-Stadion. Halbmarathon führt auch in die Niederlande. Christoph Evers, Vorsitzender des Emmericher Turnvereins verrät, warum er jedes Jahr Anfragen aus Äthiopien erhält, diese aber immer ablehnt.

Emmerich..  Jedes Jahr landen im Briefkasten von Christoph Evers Anfragen aus Äthiopien. Profi-Läufer bieten sich für eine Teilnahme beim Emmericher Adventslauf an. Gegen ein üppiges Startgeld versteht sich. Christoph Evers, Vorsitzender des ausrichtenden Emmericher Turnvereins, muss dann jedes Mal eine Absage erteilen. „Wir haben uns ganz bewusst gegen Profiläufer entschieden, der Adventslauf ist ein Veranstaltung für Hobbyläufer“, erklärt Evers.

Nichtsdestotrotz können die Zuschauer auch bei der 48. Auflage am kommenden Sonntag, 15. Dezember, sich auf großen Sport einstellen. Denn einige Cracks aus der Region werden die drei verschiedenen Strecken in Angriff nehmen. Über die 10 000 Meter etwa wird Christian Wimmer versuchen, seinen Erfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen. Der Lehrer an der Emmericher Hanse-Realschule benötigte im vergangenen Dezember 35:31 Minuten über die durchaus anspruchsvolle Strecke. Auch der letztjährige Zweite Gregor Akkerman – Wimmers Vereinskamerad bei LV Marathon Kleve – hat sich bereits angemeldet. Beim 5 Kilometer-Jedermannlauf dürfte sich unter anderem Lokalmatador Florian Falkenthal Chancen auf den Sieg ausrechnen. Im Vorjahr lief er fünf Sekunden hinter dem Sieger Stefan Ritte (LAZ Rhede) durchs Ziel.

Der erste Startschuss am Sonntag im Eugen-Reintjes-Stadion wird um 10 Uhr zum 5 Kilometer-Jedermann- und Schülerlauf fallen, dann gehen auch die (Nordic)-Walker auf die Strecke. Um 11.15 Uhr sind dann die Teilnehmer des Halbmarathons über 21,1 km dran und um 11.30 Uhr werden schließlich die Aktiven über die 10 km-Distanz ins Rennen geschickt.

Nachmeldungen möglich

Bis gestern Nachmittag hatten sich schon über 450 Athleten für die verschiedenen Laufangebote angemeldet. Aus Erfahrung weiß Evers, dass sich am Sonntag rund 150 bis 180 Läufer noch kurzfristig anmelden. Nachmeldungen sind bis 45 Minuten vor dem jeweiligen Lauf gegen eine Gebühr von zwei Euro im DLRG-Heim möglich. Die Ausgabe der Startnummern erfolgt am Sonntag im Vereinsheim des VfB Rheingold oder vorab am Samstag zwischen 15 und 18 Uhr im Vereinsheim des ETV, Zur Ladestraße 1.

Bei den Organisatoren laufen die Vorbereitungen auf das Großereignis schon auf Hochtouren. Christoph Evers weiß, dass er sich auf sein Team verlassen kann. Er muss es aber auch. „Das ist wie ein Getriebe, wenn ein Ritzel fehlt, steht alles still“, so der ETV-Vorsitzende. Daher kann der traditionsreiche Turnverein von 1883 auch wieder auf zahlreiche bewährte Kräfte zurückgreifen. An den neuralgischen Stellen übernimmt das THW die Sperrungen der Straßen. Die Malteser kümmern sich um das Wohl der Teilnehmer. Da der Adventslauf eine grenzüberschreitende Veranstaltung ist, übernimmt diesen Part auf niederländischer Seite das EHBO (Eerste Hulp bij Ongevallen). Für die Streckensicherung sind die Verkehrsregler im Einsatz, die auch auf ihren Motorrädern unterwegs sind. Von der Emmericher Eintracht werden Radsportler das Teilnehmerfeld begleiten.

Hardy Buchen seit Beginn dabei

Für die fachkundige Moderation im Stadion sorgt bekanntermaßen Laurenz Thissen, die Stimme des Laufsports aus Weeze. Bei der Siegerehrung im PZ des Willibrord-Gymnasiums wird er dann noch von Ludger Simkes unterstützt. Damit Sieger überhaupt geehrt werden können, wird Taf-Timing zuvor die Zeitnehmung durchführen. Bei der Siegerehrung haben sich die Organisatoren auch ein kleines Rahmenprogramm ausgedacht: Die Aerobics sowie die Show-Akrobatik-Gruppe des ETV werden auftreten.

Die Startschüsse zu den jeweiligen Rennen werden von Bürgermeister Johannes Diks, der auch Schirmherr der Veranstaltung ist, und Rüdiger Helmich, Vorsitzender des Stadtsportbundes, abgefeuert. Und da kommt auch Hardy Buchen ins Spiel. Der 83-Jährige, der seit der ersten Auflage des Adventslaufs mit dabei ist, hegt und pflegt die Startpistole.

Christoph Evers selbst wird bis zum Startschuss am Sonntag noch mehrmals die Strecke abfahren. Eine Sorge hat sich glücklicherweise erledigt. Am Markt in ‘s-Heerenberg, wo zuletzt noch Bauarbeiter werkelten, ist alles fertig und die Route kann in gewohnter Manier passiert werden.

 
 

EURE FAVORITEN