Ein grünes Meer am Eltenberg

Foto: NRZ

Elten..  Louisa van Lier hatte gestern nicht nur für jeden Teilnehmer ein Lächeln parat, sondern auch einen Zitronentee. Zusammen mit ihrer Enkelin Nele zapfte sie das Erfrischungsgetränk aus einem großen Fass und verteilte es im Start- und Zielbereich in Plastikbechern. „Das macht einfach Spaß“, war die 77-Jährige auch bei der 40. Auflage des Internationalen Grenzlaufes engagiert. „Ich bin seit dem ersten Lauf dabei und habe noch keinen verpasst“, erzählt die Eltenerin, die auch Toni Berndsen bei der Jubiläumsveranstaltung wieder herzlich begrüßte.

Der langjährige Organisator schaut immer noch gerne beim Lauf-Event vorbei. „Das ist schon richtig toll, was hier auf die Beine gestellt wird“, lobt Berndsen das aktuelle Organisationsteam um den Vereinsvorsitzenden Christoph Kukulies sowie die Arbeit der insgesamt 60 Helfer. „Das ist mit meiner Zeit gar nicht mehr zu vergleichen. Alles ist viel professioneller geworden“, so Berndsen, der gerne auch selbst mitgelaufen wäre. „Das macht aber meine Achillessehne nicht mehr mit“.

Bambini umrunden Mülltonne

Insgesamt 704 Teilnehmer gingen beim 40. Internationalen Grenzlauf sowie der sechsten Auflage des pro kids Laufes auf die Strecke, wobei erneut vor allem die Resonanz beim Nachwuchs sehr groß war. „Die Zahlen sind vergleichbar mit dem letzten Jahr“, zeigte sich Sabrina Angenendt, 2. Vorsitzende des TV Elten, mit dem Zuspruch insgesamt zufrieden. Alleine beim Bambini-Lauf gingen mehr als 200 Mädchen und Jungen auf die Strecke und absolvierten in mehreren Startgruppen und fast alle in grünen T-Shirts, die sie zuvor bekommen hatten, eine Runde über 400 Meter. „Wendepunkt“ war eine Mülltonne vor dem St.-Martinus-Stift. „Die Zusammenarbeit mit Gaby Niemeck vom Jugendamt der Stadt Emmerich, die das ganze mit den Schulen und Kindergärten koordiniert“, hat wieder hervorragend funktioniert“, lobte Angenendt. So hatten die jungen Teilnehmer auch ihre Startnummern schon im Vorfeld erhalten.

Ebenfalls großen Spaß hatten die Kinder und Jugendlichen über die 1000 und 2000 Meter. „Ich hatte einen Heimvorteil“, schmunzelte Mike Wennekes, nachdem er den Eltenberg hochgestürmt war und die 1000 Meter als Erster in 3:34 Minuten überquert hatte. Der Elfjährige wohnt in Elten, startet aber für den niederländischen Verein AV de Liemers aus Zevenaar.

Wimmer gewinnt die 10 000 Meter

Sieger über die 10 000 Meter wurde Christian Wimmer. Der Ausdauersportler vom LV Marathon Kleve überquerte nach 38:56 Minuten die Ziellinie. „Die letzten 800 Meter den Berg hoch tun noch einmal richtig weh“, musste der Lehrer der Emmericher Hanse-Realschule bis an seine Schmerzgrenze gehen. „Das ist schon eine sehr anspruchsvolle Strecke, auch wegen der verschiedenen Untergründe. Zudem war die Luft sehr drückend“, stellte Wimmer fest, der seinen ersten Verfolger, Andreas Schmeinck aus Bocholt, am Ende um 19 Sekunden distanzieren konnte.

Ebenfalls die 10 000 Meter-Distanz absolvierte Klaus Heimanns, der eigentlich beim Triathlon in Kleve starten wollte. Weil der aber abgesagt wurde, entschied er sich für den Grenzlauf. „Das geht ganz schön rauf und runter“, wurde auch der Emmericher, der keinem Verein angehört, am Sonntagmorgen bei seiner zweiten Teilnahme in Elten ordentlich gefordert. „Deshalb bin ich mit meiner 57er-Zeit auch durchaus zufrieden“.

Bei den Frauen war einmal mehr Michaela Born die Schnellste. Die für den TSV Weeze startende Hüthumerin benötigte für die zehn Kilometer 44:51 Minuten. Die aus Elten stammende Kerstin van Embden vom Bunert Running Team Kleve siegte bei den Frauen im 5000 Meter-Jedermannlauf in 20:58 Minuten, Jens van Bernum (TV Rees) wurde in 17:59 min. Zweiter hinter dem Niederländer Tom van Beusekom (17:29). Auf Platz drei landete Minivicius Mindausgas vom Bataver Lauftreff Emmerich (18:14).

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