Der Traum vom Aufstieg ist geplatzt

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Vrasselt..  Nach dem Abpfiff des souveränen Schiedsrichters Daniel Kost war den A-Junioren des SV Vrasselt die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Für die Mannschaft des Trainertrios Benjamin Brüschke, Olaf Weis und Ralf Hackfort ist der Traum vom Aufstieg in die Niederrheinliga geplatzt.

Mit 0:4 (0:1) unterlag der Nachwuchs der Blau-Weißen auf dem Kunstrasenplatz des TV Jahn Hiesfeld und musste nur wenige Minuten später mit ansehen, wie die Hausherren den Aufstieg feierten, da das Parallelspiel zwischen dem GSV Moers und der DJK Gnadental mit einem 1:1-Unentschieden ausgegangen war. Nach zwei Siegen sind die Dinslakener am dritten und letzten Spieltag nicht mehr von der Spitze zu verdängen.

„Natürlich sind wir enttäuscht. Aber man muss auch zugeben, dass die Hiesfelder letztendlich ein wenig heißer waren. Dementsprechend geht sowohl der Sieg, als auch der Aufstieg der Gastgeber vollkommen in Ordnung“, resümierte Brüschke nach der Partie.

Dabei waren die Vrasselter auf dem gut bespielbaren Untergrund im ersten Durchgang die klar bessere Mannschaft. Sie standen kompakt, attackierten früh und von der Nervosität der Vorwoche war absolut nichts zu spüren. Doch wie im gesamten Spiel fehlten den Blau-Weißen die entscheidenden Prozentpunkte, um sich schlussendlich auch gute Chancen herauszuspielen. So versuchte es Lennard Derksen zweimal aus der Ferne (10., 20.), brachte den Hiesfelder Keeper aber nicht in Verlegenheit.

Knapper war da schon der Versuch von Marvin Müller, dessen 27 Meter-Schuss knapp über den Querbalken flog (22.). Die berühmten Zentimeter fehlten nach einer halben Stunde Maveric Hülsmann, als er eine gute Vorarbeit seines Sturmkollegen Marc Warthuysen knapp verpasste.

Entscheidung kurz nach der Pause

Doch trotz der deutlichen Überlegenheit des SVV stand es plötzlich 1:0 für die Gastgeber, weil der Ball nach einer Hereingabe nicht geklärt wurde und Kevin Tshimanga-Dilangu mit dem langen Bein zur schmeichelhaften Führung traf (32.).

In der Folge verlor der Gast aus dem Emmericher Süden etwas die Kontrolle, die Gastgeber rissen das Spiel nun mehr und mehr an sich.

Der „Genickbruch“, wie Brüschke das 0:2 beschrieb, folgte nach 48 Minuten, als der spielstarke Tom Mattern zum 2:0 traf. In der Folge spielte dann auch nur noch die Hiesfelder Elf mit ihren technisch versierten und körperlich robusten Akteuren. Lamin-Abedi Badjie schoss drüber (56.), Tshimanga-Dilangu knallte die Kugel an den Pfosten (58.) und Ali Nemer versenkte eine Hackenablage souverän zum 3:0 (59.).

Die einzige Gelegenheit der Blau-Weißen im zweiten Abschnitt vergab Warthuysen nach einem langen Ball von Hülsmann (62.). Neben dem Treffer zum Endstand von Lukas Kratzer (79.) sahen die gut 200 Zuschauer noch einen Lattentreffer von Jahn-Akteur Mattern.

Ziel ist die erneute Qualifikation

Obwohl es für die Vrasselter kein Happy-End gab, wussten die Verantwortlichen das Ergebnis richtig einzuschätzen. „Für uns, die Spieler und den Jugendfußball in Emmerich war das auf jeden Fall eine tolle Erfahrung“, meinte Jugendleiter Wolfgang Nitsche nach der Partie und blickte direkt in die Zukunft. „Auch in der nächsten Saison werden wir wieder angreifen. Das Ziel lautet erneut Qualifikation zur Niederrheinliga. Dass die Mannschaft durchaus die Qualität dazu hat, hat sie bereits bewiesen.“

 
 

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