„Das war ein irres Feeling“

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Emmerich..  Eigentlich ist Klaus Beer Mittelstreckler. Zumeist absolviert er Distanzen über 5000 oder 10 000 Meter. Doch jetzt bewies der Emmericher, dass er durchaus auch auf den Sprintstrecken zuhause ist. Und das sogar auf nationaler Ebene. Denn der Leichtathlet nahm an den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Düsseldorf teil. Dort erreichte mit der 4 x 200 Meter-Staffel der Startgemeinschaft Wesel-Hünxe-Süchteln ei-nen beachtlichen sechsten Platz.

„Dr. Kurt Tohermes, mit dem ich zusammen bei der TuS Drevenack laufe, hatte mich vor gut zwei Monaten gefragt, ob ich nicht mitmachen wollte“, erläutert Klaus Beer, wie er zum Einsatz in der Staffel kam. Weil der Orthopädieschuhmachermeister in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert, durfte er erstmals in der Altersklasse M 40 starten.

Grippe wirbelt Teams durcheinander

„Unsere Qualifikationszeit ließ eine Platzierung um Rang zwölf erwarten, doch die Grippewelle wirbelte fast alle Teams durcheinander. Auch unsere Staffel blieb davon nicht verschont und wir mussten sogar zwei Läufer aus der Klasse über 50 Jahre einsetzen“, erzählt der Emmericher, der als Schlussläufer zum Einsatz kam. „So eine Umbesetzung ist schon alleine wegen der Wechsel problematisch, die wir nicht proben konnten“. Nach den 800 Metern stand für das Quartett eine Zeit von 1:55, 93 Minuten auf der Uhr.

„Das war schon ein irres Feeling, zwischen so vielen prominenten Sportlern zu laufen“, meinte Klaus Beer nach dem Rennen, der auch noch weitere Leichtathletik-Stars wie zum Beispiel Tim Lobinger bei dieser Veranstaltung traf.

„Wir überlegen jetzt, das Team auch für die Freiluftsaison weiter zu entwickeln“, sagt der 39-Jährige. „Dann sind wir als Staffel ohne echte Hallentrainingsmöglichkeiten weniger im Nachteil“. Denn in der Halle zu laufen mit 200 Meter-Runden, überhöhten Kurven und Spikes sei schon etwas deutlich anderes als auf einer Freiluftanlage, erklärt der Emmericher.

Dabei war für Klaus Beer, der nach einer langen Pause erst vor vier Jahren wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, die Teilnahme in Düsseldorf nicht der erste Auftritt bei einem nationalen Titelkampf. 2012 war er bereits in Erding bei der Deutschen Meisterschaft im Biathlé im Einsatz und belegte in der Altersklasse M 35 Platz sieben.

Biathlé ist eine weitere Alternative

Beim Biathlé müssen zwischen zweimal 1500 Metern Laufen noch 500 Meter Schwimmen absolviert werden. „Da geht’s dann mit einem Puls von 180 ins Wasser“, nennt der Emmericher, der nach 19:55,8 Minuten die Ziellinie überquerte, die spezielle Herausforderung dieses Wettkampfes.

 
 

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