Brouwer ist stolz auf seine Mannschaft

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Vrasselt..  Mit einem 7:0 (4:0)-Kantersieg gegen Viktoria Winnekendonk verabschiedete sich der SV Vrasselt gestern von den heimischen Fans aus dieser Bezirksliga-Saison. Damit ist für die Blau-Weißen vor dem finalen Spieltag bei zwei Punkten Rückstand auf Friedrichsfeld immer noch Platz zwei möglich, Spitzenreiter Hö./Nie. II ist allerdings nach seinem 3:1-Erfolg gegen den SV Krechting definitiv nicht mehr einzuholen. So wird das letzte Match des SVV in Krechting nun auch schon am Freitag um 19.30 Uhr angepfiffen, bevor es dann am Samstag auf Mannschaftsfahrt geht.

Die Mannschaft von Trainer Sascha Brouwer ließ von Beginn an nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen, dass die Punkte gegen ein Team im Abstiegskampf möglicherweise leichtfertig hergeschenkt würden. „Wir wollten uns schließlich nichts Negatives nachsagen lassen“, meinte ein zufriedener Sascha Brouwer nach der Partie. Seine Mannschaft hatte in den 90 Minuten zuvor trotz schlechter Wetterverhältnisse Ball und Gegner klar dominiert und einen nie gefährdeten Erfolg gegen harmlose Gäste herausgeschossen. „Die ersten Minuten war Winnekendonk noch heiß, spätestens nach dem 1:0 für uns war der Bann aber gebrochen“, meinte Brouwer, der anschließend richtig ins Schwärmen geriet. „Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft und aktuell gibt es nichts besseres als diese Truppe zu trainieren. Es ist eigentlich schade, dass die Saison jetzt fast zu Ende ist, am liebsten würde ich mit den Jungs noch Wochen weiterarbeiten“, so der Trainer. „Ich freue mich bereits riesig auf die nächste Saison“.

Dass dann auch wieder mit dem SVV in oberen Tabellenregionen zu rechnen ist, liegt auf der Hand. Individuelle Qualität einzelner Akteure wird durch ein starkes Teamgefüge und eine breite Bank ergänzt. Zudem rücken gut ausgebildete Jugendspieler wie Lennard Derksen, Philipp Klaßen oder Domenic Langanke nach.

An vorderster Front war gestern erneut Kapitän Mathias Pfände treffsicher, der sich auch noch Hoffnungen auf die NRZ-Torjägerkanone machen kann. Nach anfänglichem Abtasten zeigte der Knipser in der 13. Minute seine ganze Klasse, düpierte drei Abwehrspieler und schloss ins lange Eck zum 1:0 ab.

Rote Karte für Viktoria-Kapitän

Zehn Minuten später fiel dann die Vorentscheidung, als Sturmpartner Jeremias Geurtsen von Gerrit Eul geschickt wurde, seinen Körper zwischen Ball und Gegner schob und im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Es gab den berechtigten Strafstoß und Rot für Gäste-Kapitän Alexander Tebart – eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Geurtsen scheiterte zwar zunächst, den Abpraller setzte er aber ins lange Eck und durfte seinen 20. Saisontreffer bejubeln. Die Gegenwehr der Gäste war spätestens nach diesem Treffer gebrochen, so dass Pfände aus 22 Metern flach zum 3:0 traf (41.) und Alexander Lohmann vor dem Wechsel mit der Pike das vierte Tor erzielte (44.).

Ein ähnliches Bild gab es auch nach dem Wechsel. Zunächst scheiterte Abwehrspieler Dennis Knoop am Viktoria-Keeper, doch Domenic Langanke (51.) staubte den zweiten Versuch ab. Eine gefährliche Aktion der Gäste gab es nach 55 Minuten, die SVV-Keeper Nico Roszykiewicz aber souverän entschärfte. Auf der Gegenseite verpassten Pfände (61.), Geurtsen (63.) und Marco Buscher (72.) das sechste Tor. Das ließ dann Pfände folgen, als er einen Freistoß über die Mauer in die Maschen zirkelte (79.). Für den Abschluss war erneut Pfände zuständig, als er aus 18 Metern seinen 25. Saisontreffer erzielte.

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