Bittere Heimpleite für die Franken-Elf

Rees..  Sollte es für den SV Rees in der Endabrechnung nicht zum Klassenerhalt reichen, dürften sich die Beteiligten des A-Ligisten sicherlich noch einmal an die gestrige 1:2-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Borussia Bocholt erinnern. Zwar befinden sich die Grün-Weißen als 13. weiterhin auf einem Nichtabstiegsplatz, allerdings beträgt der Vorsprung gerade mal einen Zähler.

Hinzu kommt das harte Restpogramm der Reeser. Während man am Pfingstmontag zu einem Sieg gegen den abgestiegenen Vorletzten TuB Bocholt II verdammt ist, tritt man abschließend gegen die Spitzenteams 1. FC Bocholt II und DJK SF 97/30 Lowick an — einfach sieht sicherlich anders aus.

Kapitän vergibt gute Chancen

Mehrere Faktoren besiegelten den gestrigen Rückschlag. Während die Gäste – abgesehen von der Schlussphase – ihre Torchancen verwerteten, scheiterte der Gastgeber gleich mehrfach. Insbesondere Spielführer Philipp Bock, der in Sachen Einstellung und Laufbereitschaft abermals ein Vorbild war, gab in der Chancenverwertung eine mehr als unglückliche Figur ab. Des Weiteren hatte die Reeser Hintermannschaft enorme Probleme, die schnellen Bocholter Angreifer Ken und Kevin Schneiders in den Griff zu bekommen. „Unsere Verteidiger sind einige Male überlaufen worden“, erkannte der Reeser Trainer Bernd Franken die Schnelligkeit des Bocholter Angriffsduos an. Auch das Fehlen des gesperrten Ferhat Güngör machte sich auf Seiten des Gastgebers deutlich bemerkbar.

Die Gäste aus Bocholt gingen nach 40 Minuten mit 1:0 in Führung. Nach Flanke von Kapitän Lukas Sieverding köpfte Ken Schneiders freistehend zum 0:1 ein. Zu diesem Zeitpunkt hätte der SV Rees allerdings schon vorne liegen können. Doch sowohl Meriton Arifi als auch Christoph Rehm und Jonas Holtmann ließen teils hochkarätige Chancen aus.

Entschieden wurde die Partie dann in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte. Philipp Bock vergab zunächst eine Großchance zum Entsetzen seiner Mitspieler (52.). Sieben Minuten später stand Bock erneut im Mittelpunkt, als er den gegnerischen Keeper nach eine Ecke von Holtmann per Kopf zu einer Glanzparade zwang.

Ingelaat verwandelt Strafstoß

Keine 60 Sekunden später stand es 0:2 aus Reeser Sicht. Einem langen Abschlag von Bocholts Keeper verwertete der sehr agile Kevin Schneiders zum 0:2 (59.).

Nach Foul an Merition Arifi verkürzte Daniel Ingelaat danach mit einem schwach geschossenen Elfmeter glücklich auf 1:2 (71.). Der SV Rees hatte in der Schlussphase zwar noch Chancen zum Ausgleich, die jedoch durch Alexander Vos, Sebastian Hagedorn und Bock vergeben wurden. Auf der Gegenseite ging nun auch der Gast fahrlässig mit seinen Möglichkeiten um, so dass es letztlich beim 1:2 blieb. „Solche Spiele darf man nicht abgeben“, lautete die zutreffende Analyse von Bernd Franken, dessen Team nun wohl bis zum letzten Spieltag zittern muss.

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