Wölpper hofft bei seinem Team auf ein „Sportlerherz“

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Während die Kaderplanungen für die kommende Oberliga-Saison in vollem Gange sind und das zukünftige Team des MSV Duisburg II langsam erste Formen annimmt, gilt es für die Kicker der aktuellen Truppe, die letzten fünf Spiele vernünftig zu Ende zu bringen. Morgen (15 Uhr, Westender Straße) unternimmt die Elf von Manfred Wölpper im Heimspiel gegen den TuS Bösinghoven den achten Anlauf auf einen Sieg.

Mit 29 Gegentoren stellt der MSV nach Wuppertal (28) die zweitbeste Abwehr der Liga. „Normalerweise wirst du mit der besten Abwehr sogar Meister“, spielt Coach Wölpper auf die oft bemühte Fußballweisheit an. Dass sein Team aber „nur“ auf Platz fünf steht, ist wohl vor allem darin auszumachen, dass es seit dem 6:0-Kantersieg gegen Hö-Nie sehr sparsam mit seinen Torchancen umgegangen ist und somit seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen hatte. „Dazu haben wir uns zuletzt ein paar dumme Gegentore gefangen“, erinnert Wölpper beispielsweise an den Last-Minute-Ausgleich der Bocholter beim 1:1 im letzten Spiel.

Offensiv hat auch der morgige Gegner durchaus etwas zu bieten, der auf Platz zwölf rangierend bei neun Punkten Abstand zur Abstiegszone auf weitere Punkte zum sicheren Klassenerhalt aus sein wird. „Bösinghoven steht für Tore“, weiß Wölpper um die 59 Treffer des TuS, von denen allein 17 auf das Konto von Takehiro Kubo und 13 auf das von Kevin Dauser gehen. „Da müssen wir sehr gut stehen“, warnt der Coach. Auch im Hinspiel klingelte es beim 2:2 viermal – ein erneutes Remis wollen die Zebras vor eigenem Publikum vermeiden.

Dass er in der kommenden Saison auf einige seiner Stammkräfte verzichten müssen wird – Maik Goralski, Arne Kleinpaß und Ismail Öztürk stehen bereits als Abgänge fest – trägt der Trainer mit Fassung: „Es wird eine hohe Fluktuation geben, aber das ist für eine Zweite Mannschaft normal. Die den Sprung nicht schaffen, gehen, neue Jungs aus der A-Jugend kommen. Im Prinzip fängt man in jedem Jahr wieder bei Null an. Das ist für einen Trainer auch immer eine spannende Aufgabe und ich bin sicher, dass wir es wieder schaffen, ein gutes Team auf die Beine zu stellen.“ Nachdem lange in Frage stand, ob und wie es mit der U 23 weitergeht, hat Wölpper durchaus Verständnis dafür, dass sich Spieler umorientieren oder Begehrlichkeiten bei anderen Klubs geweckt haben. Dennoch verlangt er von ihnen den richtigen Charakter im Saisonendspurt: „Unter dem Zebra-Emblem schlägt immer noch ein Herz. Und ich hoffe, dass es ein Sportlerherz ist.“

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