Wo das Glück begann: Björn Barta wieder da

Björn Barta wurde 2014 mit dem ERC Ingolstadt Deutscher Meister. Bereits 2002 gehörte er zum Meisterteam der Kölner Haie.
Björn Barta wurde 2014 mit dem ERC Ingolstadt Deutscher Meister. Bereits 2002 gehörte er zum Meisterteam der Kölner Haie.
Foto: imago/Eibner
Nach 14 Jahren und 827 Spielen in der Deutschen Eishockey-Liga für Köln, Augsburg, Nürnberg und Ingolstadt kehrt Björn Barta zum EVD zurück. Der Stürmer bekommt einen Zweijahresvertrag.

Duisburg..  Seine Erinnerungen an Duisburg? „Die sind richtig gut“, sagt Björn Barta. Der Mann, der am Sonntag seinen 36. Geburtstag feierte, kehrt zu den Füchsen zurück. Zwei Deutsche Meisterschaften und 14 Jahre liegen dazwischen. Nun wechselt der Stürmer, der 827 Mal in der Deutschen Eishockey-Liga gespielt hat, vom ERC Ingolstadt zum EV Duisburg. An der Wedau bekommt er einen Zweijahresvertrag und wird darüber hinaus in den Verwaltungs-, Manger- und Trainerbereich hineinschnuppern.

19 Spiele bestritt Barta in der Saison 2001/02 in Schwarz-Rot. „Ich hatte damals das Glück, für Duisburg zu spielen. Ich habe beim EVD Selbstvertrauen getankt und bin als anderer Mensch nach Köln zurückgekehrt“, sagt der gebürtiger Solinger. Sein Wechsel zurück nach Duisburg hat viel mit seiner Familie zu tun. „Ich hatte das Gefühl, dass es schwer wird, eine Vertragsverlängerung in Ingolstadt zu bekommen, wenn wir die Play-offs nicht erreichen“, erklärt Barta. Tatsächlich war nach den Pre-Play-offs Schluss – und ein neues Angebot blieb aus. „Meine Frau ist schon vor einigen Monaten nach Köln zurückgekehrt, weil sie wieder arbeitet. Außerdem haben wir eine zweieinhalbjährige Tochter.“ Da war der Gedanke an das, was nach der Spielerkarriere kommt, nicht allzu weit entfernt. „Ich will dem Sport in jedem Fall treu bleiben“, erklärt Barta. „Über meinen Agenten hatte ich dann Kontakt nach Duisburg bekommen. Dabei bietet sich mir die Gelegenheit, in alle Bereiche hineinzuriechen. Da habe ich ja vielleicht schon einmal einen Fuß in der Tür, wenn ich irgendwann als Spieler aufhöre.“

Barta betont allerdings: „Mir ist dieser Part sehr wichtig, aber ich komme als Spieler nach Duisburg.“ Dass die Ziele nach wie vor klar formuliert werden – der Zweitliga-Aufstieg wurde in den vergangenen beiden Jahren einmal knapp und einmal deutlich verpasst – findet der Stürmer gut. „Das ist doch besser als irgendein Rumgeeiere“, betont er. „In der Oberliga gibt es nicht so viele Vereine, die den Aufstieg schaffen können. Was soll man sagen? Dass man die Play-offs erreichen will?“ Ein weiterer Aspekt, der Barta gefällt: „Immerhin kann man von der Oberliga in die 2. Liga aufsteigen. Das ist von der DEL2 in die DEL aktuell ja nicht möglich. Dann kann man das auch als Ziel formulieren.“

Ein schöner Nebenaspekt: Bartas Bruder Alexander wechselte kürzlich nach Düsseldorf. „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns sehr gut verstehen. Wir hätten gerne länger als nur ein Jahr in Ingolstadt zusammengespielt, aber Alex’ Wechsel nach Düseldorf und meiner nach Duisburg stehen nicht im Zusammenhang.“ Einen Unterschied gibt es aber doch. „Alex sieht sich als Berliner“, berichtet Björn Barta. „Dadurch, dass wir in Köln bleiben wollen, bin ich eher Kölner.“ Der 36-Jährige wird in den Statistiken als Außenstürmer und als Center geführt: „Am liebsten spiele ich in der Mitte, aber letztlich laufe ich immer dort auf, wo der Trainer mich hinstellt.“

 
 

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