Vom Tanzparkett auf die Planche

Die Eintracht-Fechter sind mit ihrem Turnier mittlerweile auf der linken Rheinseite schon heimisch geworden.
Die Eintracht-Fechter sind mit ihrem Turnier mittlerweile auf der linken Rheinseite schon heimisch geworden.
Foto: Fabian Strauch
Duisburger Traditionsverein trug zum zweiten Mal sein Montan-Turnier an der Krefelder Straße in Rheinhausen aus.

Duisburg..  Bereits zum 35. Mal richtete die Fechtabteilung der Duisburger Eintracht ihr weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekanntes Internationales Montan-Turnier „Stahl trifft Feuer“ aus. Nach der linksrheinischen Premiere im vergangenen Jahr trafen sich am Wochenende erneut die Freunde des Fechtsports in der Rheinhauser Sporthalle an der Krefelder Straße – darunter Aktive aus Belgien, den Niederlanden und Frankreich, aber auch aus China und den USA. Auf 14 Planchen gingen rund 350 Teilnehmer in acht verschiedenen Wettbewerben an den Start.

Rheinhausen bietet einige Vorteile

„Auch wenn wir natürlich lieber unsere eigene Halle nutzen würden, bieten die Rheinhauser Örtlichkeiten doch so einige Vorteile, sodass wir uns entschieden haben, unser Turnier erneut hier auszurichten“, haben es Pressesprecher Philipp Gorray vor allem das großzügige Foyer und die Gesamtgröße der Halle angetan. Schließlich können es sich die Aktiven hier in ihren Pausen in einer Lounge gemütlich machen, an einer Tombola mit Preisen im Gesamtwert von rund 4000 Euro teilnehmen und sich über die Region informieren. „Diesen Service wollen wir unseren Fechtern auch im kommenden Jahr wieder bieten, sodass wir jetzt schon in den Planungen stecken und das Turnier vermutlich wieder in Rheinhausen ausrichten werden“, so Gorray.

Unter den Teilnehmern war mit der 14-jährigen Julia Arnold eine der Hoffnungen der Eintracht. Erst vor wenigen Wochen konnte die auf Platz eins der Landesliste gesetzte Nachwuchs-Fechterin bei den Deutschen Meisterschaften mit der B-Junioren-Mannschaft des Bezirks Nordrhein den zweiten Platz erringen – im Einzelwettkampf reichte es nach Rang vier im Vorjahr nur zu Platz 27. „Eigentlich startet Julia als Jahrgang 1999 erst bei den B-Junioren. Am Wochenende wollte sie aber ihre eigenen Grenzen austesten und ist deswegen zusätzlich am Samstag bei den A-Jugendlichen angetreten“, war der Pressesprecher stolz auf den Nachwuchs. In der höheren Altersklasse zeigte die Linkshänderin dann im finalen Duell ihre physische und psychische Stärke: In dreimal drei Minuten wurde die Siegerin ermittelt. Dabei gab es zwei mögliche Szenarien: Entweder diejenige, die nach Ablauf der Zeit die meisten Treffer erzielt, oder aber die Sportlerin, die insgesamt auf 15 Treffer kommt, würde die Goldmedaille um den Hals gehängt bekommen. Vor dem letzten Drittel sah es dann noch so aus, als hätte sich Julia Arnold vollkommen verschätzt. Gegen die Belgierin Ezra Vleugels lag das Eintracht-Talent deutlich mit 4:11 zurück. Doch in den letzten drei Minuten setzte die 14-Jährige alles auf eine Karte und konnte am Ende mit 15:13 Treffern aufs Siegertreppchen steigen.

Vor den B-Junioren-Duellen am Sonntag zeigte sich Julia noch vollkommen konzentriert, aber entspannt: „Bis vor ein paar Jahren habe ich zusätzlich noch in der Tanzgarde getanzt. Da es dort aber nicht so viele Möglichkeiten gibt, erfolgreich zu sein und ich mittlerweile zwei- bis dreimal pro Woche jeweils rund zwei Stunden in der Fechthalle bin, habe ich das Tanzen schweren Herzens aufgegeben“, strebt sie eine erfolgreiche Zukunft im Fechten an. Als Mitglied in der Landesauswahl hat sie da schon den ersten Schritt getan.

 
 

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