Viktorias Asche ist am Ende

Am Boden? Der Aschenplatz der Viktoria ist am Ende. Nun hofft der Verein auf Konjunkturmittel.
Am Boden? Der Aschenplatz der Viktoria ist am Ende. Nun hofft der Verein auf Konjunkturmittel.
Foto: WAZ FotoPool
Die Buchholzer hoffen auf Mittel aus der Investitionsoffensive des Bundes, um einen Kunstrasenplatz an der Sternstraße verwirklichen zu können.

Duisburg.  Die Zusage war schon da – der Kunstrasenplatz ist es nicht. Fünf Jahre ist es nun schon her, dass durch die Mittel des Konjunkturpakets II auch im Duisburger Sport einiges bewegt worden ist. Auf dem Karl-Dölzig-Platz an der Sternstraße bewegt sich allenfalls die Flugasche, wenn der Wind kräftig weht. „Die Zusage von 2010 musste damals zurückgezogen werden, da sich andernorts die Baukosten gesteigert hatten“, erinnert Manfred Helten, der seit April diesen Jahres der Vorsitzende von Viktoria Buchholz ist. „Nun ist es“, betont der Chef des Traditionsvereins, „eine Minute vor Zwölf.“ Das Problem: „Der Aschenplatz hat das Ende seiner Lebenszeit erreicht und die Drainage ist zudem verstopft, sodass das Wasser oft nur an der Oberfläche abfließen kann.“

Nun hofft die Viktoria, von der „Investitionsoffensive des Bundes“ partizipieren zu können: Aus dem 73-Millionen-Euro-Paket, aus dem ein kleiner Teil auch in den Sport fließt und über dessen Verteilung der Stadtrat am 29. Februar 2016 entscheiden wird, sind kürzlich 600 000 Euro frei geworden. Das Projekt an der Ahrstraße, wo der Sportplatz für den VfvB Ruhrort/Laar, SV Laar 21 und dann auch für den TSV Bruckhausen hergerichtet werden soll, wird nun aus dem Topf „Soziale Stadt“ finanziert und nicht aus der Investitionsoffensive.

„Wir haben 15 Jugend-Mannschaften mit über 230 Spielern aus zwölf Nationen, die montags bis freitags bei uns trainieren. Dazu kommen drei Seniorenmannschaften, die oft aus unserem eigenen Nachwuchs bestückt werden“, erläutert Andreas Claus, warum sich die Investition aus Viktoria-Sicht lohne. „Das heißt, dass wir sogar an der BSA Wedau II Trainingszeiten anmieten müssen.“ Die erste Mannschaft weicht für eine Einheit gar nach Düsseldorf aus und trainiert immer mal wieder beim TV Angermund. „Unsere Jugendarbeit beruht auf drei Säulen: Der fußballerischen Ausbildung von der G- bis zur A-Jugend, unserem ,Fußball-Abitur’, sodass jeder das Zeug mitbekommt, um als Senior zu spielen, die sozial-erzieherische Komponente und eine Kooperation mit der Arbeitsagentur, deren Angebot für Praktikumsplätze sich an 15-Jährige und ältere Jugendspieler richtet.“

Der Bundestagsabgeordnete Thomas Mahlberg (CDU) sowie die Ratsherren Peter Ibe (CDU) und Sascha Roeser (SPD) betonten ihre Unterstützung für das Projekt in Buchholz. „Wir können die üblichen 50 Prozent Eigenanteil auf dem sonst gängigen Weg zum Bau eines Kunstrasens nicht leisten. Das lässt sich einfach nicht darstellen“, so Manfred Helten. Die Politiker unterstrichen die Bedeutung der Viktoria für den Stadtteil. „Was wir leisten, ist kostengünstige und präventive Sozialarbeit“, hofft Helten auf eine Zusage. Nun will die Viktoria bis zum 29. Februar um die Zustimmung kämpfen. Ratsherr Ibe erklärte: „Wichtig und gut für den Verein ist, dass es eine interfraktionelle Zustimmung seitens der CDU und der SPD gibt.“

 
 

EURE FAVORITEN