VfB Homberg II überrascht mit Sieg gegen die GSG Duisburg

Thomas Dürdoth trug sechs Treffer zum Derbysieg des VfB Homberg II bei.
Thomas Dürdoth trug sechs Treffer zum Derbysieg des VfB Homberg II bei.
Foto: Tanja Pickartz
In der Handball-Landesliga liefern sich die Wölfe Nordrhein II mit dem SC Bottrop ein Torfestival, das die Rheinhauser mit 37:43 verlieren.

Duisburg.  Ausgerechnet die bisher weitgehend glück- und erfolglosen Handballer des VfB Homberg II konnten am vergangenen Wochenende im Derby gegen den Aufsteiger GSG Duisburg den einzigen Duisburger Sieg in der Landesliga einfahren. Bestes Duisburger Team bleibt aber der TV Aldenrade – ebenfalls als Aufsteiger. Der HC Wölfe Nordrhein II hofft weiter auf die Wende unter neuem Trainergespann.

VfB Homberg II –
GSG Duisburg 30:27 (11:11)

VfB: Hanio (7), Dürdoth (6), Srsa (4), Wiesehahn (3), Flintrop, Murmann, Bettgens, Krämer, Kremer (je 2).
GSG: Mielke, Büttner (je 5), Schweers, Kürvers (je 4), Binkowski (3), Weiland, Michaeli (je 2), Stratemeier, Münstermann (je 1).

Ausgerechnet beim bisher wenig erfolgreichen VfB Homberg II musste die GSG ihre nächste Niederlage hinnehmen. „Das war ein völlig unnötiger Punktverlust. Homberg war nicht besser, aber sie wollten es einfach mehr. Es bleibt dabei, auswärts fehlen uns Mut und Selbstvertrauen“, hofft GSG-Trainer Sascha Baran, dass seine Mannschaft nun nicht in den Abstiegsstrudel gerät.

Simon Hanio feiert Comeback

Entsprechend gilt es nun erst einmal, die letzten Niederlagen aus den Köpfen zu bekommen und im nächsten Spiel zu punkten. Sascha Thomas, Trainer des VfB, war dagegen sehr zufrieden: „Wir haben den nötigen Biss gezeigt, den man in ein Derby mitbringen muss. Und auch vom Ausfall unseres Abwehrchefs Andreas Murmann Mitte der zweiten Hälfte haben wir uns nur kurz aus der Ruhe bringen lassen.“

Zum Erfolg trugen aber vor allem Julian Seemann, 60 Minuten lang im Homberger Tor, und Simon Hanio, der erstmals in dieser Saison nach langer Verletzungspause wieder zum Einsatz kam, bei. „Die zwei Punkte waren extrem wichtig, um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten“, freute sich der Homberger Coach. Für den VfB-Nachwuchs steht am kommenden Wochenende ebenfalls das Derby gegen die Wölfe II ans.

SC Bottrop –
HC Wölfe Nordrhein II 43:37 (22:15)

Wölfe: Julian Kamp (9/2), Krölls (7), Molsner (6), Gehlings (5), Sinnwell (4), Heiermann, Kohn, Bader (je 2).

Am Ende fielen in diesem Duell 80 Tore, was nicht gerade für gute Defensivarbeit spricht. Das empfand auch Nils Gehlings, ein Teil des neuen Wölfe-Trainergespanns, so: „Mit der Offensive konnten wir – auch dank der Unterstützung aus der ersten Mannschaft – sehr zufrieden sein. Wenn es uns jetzt noch gelingt, die Abstimmung zwischen der Deckung und dem Torwart zu optimieren, dann werden wir solche Spiele in Zukunft auch gewinnen.“

Umstellung in der Pause

Vor allem vor der Pause leisteten sich die Gäste viele individuelle Fehler, die dem SC bereits eine komfortable Führung bescherten. Nach dem Seitenwechsel wurde die Mannschaft neu eingestellt und die Abwehr auf eine offensivere Variante umgestellt. Dadurch kamen die Wölfe zurück ins Spiel, doch am Ende reichte es trotz zwischenzeitlichem 25:27 nicht, um die Partie beim Tabellenführer noch einmal zu drehen.

TV Aldenrade –
TV Issum 22:24 (13:15)

TVA: Metzner (5), Oestermann, Sondram (je 4), Brock, Hussmann (je 3), Fischer (2), Strehl (1).

Zwar lagen die Gäste im ersten Durchgang durchgehend vorne, aber der TVA blieb in Schlagweite und konnte sogar zwischenzeitlich zum Ausgleich kommen. Doch einige Fehler sorgten für unnötige Unruhe auf Seiten der Walsumer, sodass der TVI mit knappem Vorsprung in die Pause ging.

Issum bestrafte Fehler

Nach der Pause stand die Abwehr von Aldenrade, wodurch der TVA seinerseits mit drei Toren in Führung ging, sich aber nicht entscheidend absetzen konnte. Letztlich hatte Issum nach einer spannenden und knappen Schlussphase das bessere Ende für sich. „Wir müssen gegen die ersten drei der Liga viel disziplinierter spielen. Mannschaften wie Issum bestrafen unsere Fehler sofort – das war auch heute der Fall“, kommentierte TVA-Trainer Jörn Janhsen das Ergebnis.

 
 

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