VfB gegen FSV: Der große Vergleich

Als Kurzarbeiter zum Titel? In bisher vier FSV-Spielen feierte Günter Abel vier Siege – der fünfte ist das große Ziel.
Als Kurzarbeiter zum Titel? In bisher vier FSV-Spielen feierte Günter Abel vier Siege – der fünfte ist das große Ziel.
Foto: Thorsten Tillmann
Am Sonntag kämpfen die beiden Duisburger Mannschaften um den Meistertitel in der Fußball-Landesliga. Die wichtigsten Fakten im Überblick.

Duisburg..  Drei Tage noch, dann steigt das im Duisburger Amateurfußball wohl brisanteste und mit größter Spannung erwartete Derby seit vielen Jahren. Das Duell um den Aufstieg in die Oberliga zwischen dem VfB Homberg und dem FSV Duisburg, das am Sonntag um 15 Uhr im PCC-Stadion angepfiffen wird, elektrisiert Spieler, Verantwortliche und Zuschauer. Mindestens 3000 Besucher werden am Rheindeich erwartet. Vor dem so wichtigen Spiel hat die Sportredaktion die wichtigsten Fakten zusammengefasst, wobei das Fazit lauten muss: Für eine exakte Ergebnis-Prognose bewegen sich beide zu sehr auf Augenhöhe.

Die Ausgangslage

Vorteil VfB. Die Homberger wären schon mit einem Remis so gut wie sicher aufgestiegen. Mit einer 0:12-Pleite des DSV 1900 in Kleve, die das noch ändern könnte, rechnet niemand. Der FSV muss dagegen gewinnen, um am VfB vorbeizuziehen – eine Punkteteilung würde nur dann zu Platz zwei und damit zum Entscheidungsspiel gegen Cronenberg reichen, wenn der DSV mindestens einen Punkt aus Kleve mitbringt.

Die aktuelle Form

Ausgeglichen. In dieser Hinsicht nehmen sich beide nichts. Der FSV führt die Rückrundentabelle mit 42 Punkten an, der VfB bringt es auf 40. Unter Trainer Günter Abel hat der FSV bisher alle vier Spiele gewonnen, Homberg ließ im selben Zeitraum aber auch nichts liegen.

Die Trainer

Mini-Vorteil VfB. Günter Abel ist beim FSV schon der dritte Amtsinhaber in dieser Saison. Die Trennung von Guido Naumann hat allerdings bislang keine negativen Konsequenzen gezeigt. Der VfB hat zu Saisonbeginn auf Stefan Janßen als Abel-Nachfolger gesetzt und damit augenscheinlich alles richtig gemacht. Mannschaft und Trainer sind naturgemäß eine größere Einheit, als es beim FSV nach nur vier Spielen der Fall sein kann. Bei drohenden Störungen reagiert der VfB konsequent. So wurde die Zusammenarbeit mit Abwehrspieler Harun Can vorzeitig beendet, nachdem sich der ehrgeizige Ex-Essener offenbar mehr Einsatzzeiten ausgerechnet hatte.

Die Klubwechsler

Ausgeglichen. In der Winterpause löste der VfB den Kontrakt mit Defensivmann Joel Schoof, der jetzt am Sonntag als besonders motivierter Gegner zurück nach Homberg kommt. Schoof hat sich zur wichtigen Abwehrstütze des FSV Duisburg gemausert. Arbeitsnachweis: 16 Spiele, zwei Tore, ein Assist. Umgekehrt wechselte Timo Welky von der Warbruckstraße an den Rheindeich. Auch seine Bilanz kann sich sehen lassen: 15 Einsätze als Verteidiger, zwei Treffer.

Die Torjäger

Mini-Vorteil FSV. In Homberg war Almir Sogolj eine Institution, doch Marcel Kalski hat die Lücke, die „Almo“ durch seinen Wechsel zum FSV kurz nach Saisonbeginn hinterließ, erstklassig geschlossen. Mit 28 Toren hat Kalski gegenüber Sogolj (24) zwar die Nase vorn, doch dessen positive Verrücktheit und der Willen, es dem alten Klub im direkten Duell zeigen zu wollen, könnten ein Trumpf werden.


Die Unberechenbarkeit
Vorteil Homberg. Beide Kontrahenten verfügen über reichlich Kreativität im Mittelfeld, aber die größere Anzahl an torgefährlichen Kräften, die dann entscheiden einwirken können, wenn die Toptorjäger abgemeldet sind, spielt in gelb-schwarz. Mit Dennis Wibbe glänzt der überragende Homberger Antreiber mit beeindruckenden 13 Toren. Es folgen Sergen Sezen (12), Sebastian Santana (7) und Sunay Acar (6). Beim FSV traten Tanju Acikgöz (8), Laufwunder Ali Basaran (7), Schlitzohr Issa Issa (6) und Michael Siminenko (6) bislang gefährlich in Aktion. In der Summe schlägt das Pendel mit 38:27 Treffern für den VfB Homberg aus.

Die Fans

Vorteil FSV. Wie voll das Stadion genau wird, ist Spekulation. „Beide Mannschaften haben es verdient, dass sie vor einer richtig großen Kulisse spielen“, sagt VfB-Coach Janßen. Es lässt sich prophezeien, dass die überwiegende Zahl der Zuschauer auf Seiten der Gäste stehen wird. Schon am Sonntag war die Anlage an der Warbruckstraße mit über 2000 Besuchern rappelvoll – mit diesem Potenzial kann der VfB nicht mithalten. Dafür werden die Rheindeich-Kicker von sämtlichen Jugendteams unterstützt. Ein entsprechender Aufruf unter dem Slogan „Ehrensache“ wurde bereits über die Klubhomepage gestartet. Randnotiz: Für die kulinarische Versorgung der Gästefans darf nach Übereinkunft mit den Homberger Verantwortlichen der FSV sorgen.

 
 

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