Valdet Totaj machte den größten Sprung

Valdet Totaj (Mitte) überzeugte in dieser Saison.
Valdet Totaj (Mitte) überzeugte in dieser Saison.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Duisburger SV 1900 spielt am Freitag zum Abschluss in Klosterhardt. Trainer Ralf Kessen zieht positives Saisonfazit nach Berg- und Talfahrt.

Duisburg..  Wie der Duisburger SV 1900 in das letzte Spiel der Fußball-Landesliga-Saison geht? „Ganz entspannt.“ Ralf Kessen ist zufrieden. In der 14er-Mini-Liga standen die Wanheimerorter erst ganz oben, fielen dann ins Mittelfeld zurück und standen aufgrund der Ligenreform mit vermehrtem Abstieg plötzlich mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Doch durch das 5:1 gegen Niederwenigern hat der DSV sowohl den direkten Abstieg als auch die Teilnahme an der Relegation vermieden. So konnte das letzte Spiel bei Arminia Klosterhardt auf Freitag, 19.30 Uhr, vorverlegt werden.

„Unser Saisonabschluss war das Spiel gegen Niederwenigern“, sagt Trainer Ralf Kessen. „Wir fahren aber nicht nach Klosterhardt, um etwas abzuschenken.“ Dennoch bietet sich die Gelegenheit, zwei Spieler der Kreisliga-Reserve für eine starke Leistung zu belohnen. Kessen: „Bei uns fallen David Römer und Dejan Lazovic aus; hinter Emre Camdali steht ein Fragezeichen. Dafür gehören in dieser Partie Daniel Hopf und Robert Rudolph zu unserem Kader.“

Derweil fällt das Saisonfazit positiv aus – trotz der Berg- und Talfahrt. „Nach zehn Spieltagen standen wir auf Platz eins“, erinnert sich Kessen. Und was war dann los? „Wir haben ja einige Spieler verpflichtet, die in ihren alten Clubs eher selten gespielt haben. Ich denke, dass sich der Körper angesichts der ungewohnten Belastung zu Wort gemeldet hat.“ So kamen Verletzungen dazu, die Verunsicherung wuchs – und der DSV fiel immer weiter zurück. Die Abwehr sah oft zunächst gut aus, ehe es doch Gegentore hagelte. „Wir wollten manchmal zu viel.“ Kessen stellte das System auf eine defensivere Variante um – und in der Schlussphase der Saison gewann der DSV seine Souveränität zurück. Auf die Saison gesehen „gab es zwar auch Enttäuschungen, aber eben auch Spieler, die sich toll entwickelt haben“, so Kessen. „Emre Camdali ist zu einem Führungsspieler geworden, Adrian Tober ist eine Konstante in der Mannschaft, wir hatten mit Julien Schneider und Mo Sadiklar zwei tolle Torhüter.“ Den größten Sprung hat aber Nachwuchsspieler Valdet Totaj im Sturm gemacht. „Der Junge kommt aus unserer Leistungsklassen-A-Jugend, nicht aus der Niederrheinliga. Er ist nicht nur gut, sondern auch ruhig und lernwillig und mit seinen 19 Jahren im Team komplett akzeptiert.“ Dinge, die für die Zukunft hoffen lassen.

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