Troost feiert auch die Vizemeisterschaft

Christian Theis verlor mit den Amateuren zweimal deutlich in Berlin.
Christian Theis verlor mit den Amateuren zweimal deutlich in Berlin.
Foto: FUNKE Foto Services
Die Finalserie um den Titel endete am Wochenende in Berlin. Zwei deutliche Niederlagen für den ASCD, der in Spiel drei Moral bewies.

Duisburg..  Ob er enttäuscht sei? Die Frage konnte Arno Troost nur verneinen. „Im Gegenteil. Diese Vizemeisterschaft sollten wir feiern wie keine andere zuvor“, sagte der Trainer des ASC Duisburg. Zwar war er mit seiner Mannschaft im Play-off-Finale um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft diesmal deutlich in drei Spielen am Erzrivalen Wasserfreunde Spandau gescheitert, doch allein schon der Umstand, es so weit geschafft zu haben, wog für Troost eindeutig schwerer. Das 4:13 am Samstag und das 7:13 am Sonntag waren da fast schon statistische Notizen.

Das Wunschszenario, die Berliner am kommenden Mittwoch noch einmal an die Kruppstraße zu holen, hatten die Amateure dort schon im Auftaktspiel durch die 6:7-Niederlage aus den Augen verloren. Noch ärgerlicher war aber der dabei erlittene Ausfall von Paul Schüler durch einen praktisch ungeahndet gebliebenen Faustschlag von Mateo Cuk. Ohne den Nationalspieler kamen seine Teamkollegen in der zweiten Partie nur ganz schwer in Gang. 1:4 stand es da nach dem ersten Viertel, 1:8 nach dem zweiten und schließlich sogar einmal 1:10. Erst dann gelang noch eine marginale Ergebniskorrektur. „Da war nichts drin. Spandau hat halt Leute von internationalem Format wie Martin Famera, da bekommen wir mit unseren aus dem Nachwuchs hochgezogenen Jungs halt ein Problem“, meinte Arno Troost.

Umso erstaunlicher war allerdings die gute Moral, mit der das Team tags darauf in der dritten Partie aufwartete – zumal auch noch Philipp Kalberg fehlte, der sich eine „Rolle“ eingehandelt hatte. Für ihn ging Youngster Nick Möller ins Becken. „Es hat praktisch unsere ganze linke Seite gefehlt“, so Troost. Trotzdem gestaltete der ASCD das Geschehen offen, führte zunächst durch Dennis Eidner mit 1:0 und durch Gilbert Schimanski mit 2:1. Am Ende des ersten Viertels stand es 6:4 für Spandau – ein wahres Offensivspektakel. Eidner brachte die Gäste dann noch einmal auf 5:6 heran, doch so eng wurde es im ganzen weiteren Spiel nicht mehr. Arno Troost resümierte: „Es gab keinen Knackpunkt im eigentlichen Sinn. Wir waren relativ gut im Spiel, aber haben manchmal halt auch Bälle verloren, die wir nicht verlieren dürfen. Sicherlich hatten wir die Option, noch einmal ein viertes Spiel zu erzwingen, aber unter dem Strich ist Spandau natürlich verdient Meister geworden.“

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