Trauer um Heiner Bayer: Erster Torjäger tot

Heiner Bayer starb im Alter von 64 Jahren.
Heiner Bayer starb im Alter von 64 Jahren.
Foto: WAZ FotoPool
Der frühere DSC-Stürmer Heiner Bayer erzielte in der ersten Duisburger Eishockey-Saison überhaupt 111 Tore in 26 Spielen. Wie seine Familie bekanntgab, starb der gebürtige Krefelder in Hamburg.

Duisburg..  Große Trauer um Heiner Bayer: Der erste Torjäger der Duisburger Eishockey-Geschichte ist tot. Der Stürmer, der am 2. März 1950 in Krefeld geboren wurde, verstarb bereits am 18. Februar 2015 in Hamburg. Das gab seine Familie nun bekannt. Er erlag nach tapferem Kampf einem schweren Leiden.

Als die erste Duisburger Eishockey-Saison nach Errichtung der Wedauer Eissporthalle mit dem ersten Pflichtspiel am 23. Oktober 1971 eingeläutet wurde, deutete sich bereits an, dass der damals 21-Jährige ein Riesentalent war. Zum Regionalliga-Auftakt fegte der damalige DSC Kaiserberg den HTSV Bremen mit 16:0 vom Eis – alleine acht Tore gingen auf das Konto von Heiner Bayer. Die damalige Saison dauerte – einschließlich der Aufstiegsspiele zur damals noch zweitklassigen Oberliga – lediglich 26 Spiele. In dieser Zeit traf Bayer 111 Mal und bereitete 40 weitere Tore vor. Auch in der Folgesaison spielte Bayer für Duisburg und war an der Qualifikation des Teams für die damals neue 2. Bundesliga maßgeblich beteiligt. Insgesamt lief Heiner Bayer 53 Mal für den DSC auf, erzielte dabei 148 Tore und 48 Vorlagen.

Teilnahme an Junioren-EM

In der gesamten Duisburger Eishockey-Geschichte erzielten nur zwei weitere Duisburger Spieler mehr als 100 Tore in einer Saison. Wieslaw Jobczyk brauchte 1986/87 für seine 105 Treffer allerdings ebenso 60 Spiele wie Guy Phillips 1994/95, der es wie Bayer auf 111 Tore brachte.

Heiner Bayer stammt aus der Talentschmiede des Krefelder EV, für dessen Nachwuchs er zehn Jahre zusammen mit Hans Schaub und Uli Wyes eine schlagkräftige Reihe bildete. Bayer, der das Schlittschuhlaufen beim berühmten Werner Rittberger gelernt hatte, wurde in die Junioren-Nationalmannschaft berufen und nahm über den Jahreswechsel 1968/69 an der Junioren-Europameisterschaft in Garmisch-Partenkirchen teil.

1973 zog Heiner Bayer aus beruflichen Gründen nach Hamburg, wo er ein renommierter Fotograf wurde. Einige Zeit lief er noch für den Hamburger SV auf und wurde für zwei Spiele in die Olympia-Auswahl für Talente des Deutschen Eishockey-Bundes berufen. Er traf beim 6:4 gegen Norwegen in Hamburg-Stellingen dreimal. In Bremerhaven erzielte er gegen den gleichen Gegner ein weiteres Tor.

Heiner Bayer, der eine Ehefrau und einen Sohn hinterlässt, gehört zu den großen Pionieren der Duisburger Eishockey-Geschichte. Seine statistischen Werte dürften im modernen Eishockey kaum mehr zu überbieten sein.

 
 

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