Sven Wies hat seine erste Ironman-EM hinter sich

Die Laufstrecke wurde für Sven Wies am Ende zu einer Qual.
Die Laufstrecke wurde für Sven Wies am Ende zu einer Qual.
Foto: Wies
Der ehemalige Wasserballer des Duisburger SV 98 will aus seinen Fehlern lernen, war mit dem Abschneiden in Wiesbaden aber zufrieden.

Duisburg..  Bummelzug auf den ersten 300 Metern, eine verlorene Trinkflasche auf der Radstrecke und Krämpfe während des Laufens: Sven Wies hatte bei den Ironman-70.3-Europameisterschaften in Wiesbaden gleich mit mehreren Widrigkeiten zu kämpfen. Dennoch zog der Duisburger ein positives Fazit. 15. in seiner Altersklasse und 108. im Gesamtfeld – Wies war mit dem Abschneiden bei seinem ersten großen Ironman 70.3 zufrieden.

Obwohl sich der ehemalige Kapitän der Bundesliga-Wasserballer des Duisburger SV 98 beim Schwimmen zunächst durch ein Feld langsamerer Starter kämpfen musste, ging er nach 26:22 Minuten als Gesamt-38. aus dem Wasser. Ein Missgeschick passierte Wies gleich zum Start auf der Radstrecke. Schon nach zwei Kilometern verlor er seine Trinkflasche und musste auf den folgenden 20 Kilometern ohne Flüssigkeit auskommen. „Die sehr anspruchsvolle Radstrecke mit 1500 Höhenmetern auf 90 Kilometern durch den Taunus war landschaftlich sehr reizvoll, wovon ich allerdings leider nur wenig mitbekam. Ein Anstieg folgte dem anderen. Daher bin ich mit der Radzeit von 1:45:01 Stunden zufrieden“, resümierte Wies.

Knüppelhart kam es dann allerdings auf der Laufstrecke. Auf der zweiten von vier Runden durch den Wiesbadener Kurpark drohte Wies auf einmal schlapp zu machen. „Wie vom Hammer getroffen ging es an einer Steigung bei Kilometer 8 kaum weiter. Die nächsten zwei Runden waren eine Qual“, erzählt Wies, der sich später auch noch mit Krämpfen im Rücken und Seitenstechen rumplagen musste.

In 1:36:02 Stunden überquerte der Familienvater die Ziellinie und verpasste damit die zunächst angestrebte Halbmarathon-Zeit um 15 Minuten. Insgesamt brauchte er 4:51:28 Stunden für den sehr anspruchsvollen Wettkampf. „In der Nachbetrachtung bin ich mir sicher, dass ich auf dem Rad zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen und durch den Fahrtwind die Temperaturen nicht richtig eingeschätzt hatte. Im Anschluss bin ich die ersten Kilometer beim Laufen zu schnell angegangen. Aus diesen Fehlern kann ich nur lernen und es in knapp vier Wochen bei der Challenge Almere-Amsterdam besser machen“, blickt Wies schon auf den nächsten Wettkampf voraus.

 
 

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