Start in den Stadtpokal

Im Vorjahr übergab Fachschaftsleiter Peter Thomas den Stadtpokal an den damaligen MSV-Kapitän Dominik Reinert. Die Zebras steigen erst am Freitag ins Turnier ein.
Im Vorjahr übergab Fachschaftsleiter Peter Thomas den Stadtpokal an den damaligen MSV-Kapitän Dominik Reinert. Die Zebras steigen erst am Freitag ins Turnier ein.
Foto: WAZ FotoPool
Das 29. Turnier geht ab Donnerstag in der Halle an der Krefelder Straße über die Bühne. Ab dem kommenden Jahr könnten neue Regeln gelten.

Duisburg..  Das hat längst Tradition: Gleich zu Beginn des neuen Jahres kämpfen Duisburgs Amateurfußballer um den Stadtpokal – mittlerweile zum 29. Mal. Die aktuelle Auflage des Turniers, die von heute bis Samstag in der Halle an der Krefelder Straße in Rheinhausen über die Bühne geht, soll auch nicht die letzte sein – jedenfalls, wenn es nach Peter Thomas, dem Leiter der Fachschaft Fußball im Stadtsportbund, geht. Dieses Gerücht war angesichts des Umstandes aufgekommen, dass der Hallenkick auf Anordnung des Weltverbandes FIFA nur noch nach den Regeln der in Deutschland nach wie vor wenig verbreiteten Futsal-Variante gespielt werden soll.

„Meines Wissens wird es Ausnahmegenehmigungen für Turniere wie das unsere geben“, sagt Thomas. Demnach solle auch weiterhin nach den bekannten Hallenfußballregeln gespielt werden – sprich mit Bande und dem normalen Ball. Im Futsal wird das Feld dagegen durch Linien begrenzt; das Spielgerät ist kleiner und sprungreduziert. Außerdem unterscheiden sich die Regeln in einigen Punkten, beispielsweise bei der Bestrafung von Foulspielen.

Wolfgang Jades, Vorsitzender des Spielausschusses im Fußballverband Niederrhein und Mitglied im DFB-Spielausschuss, kann eine generelle Ausnahmegenehmigung aber nicht bestätigen: „Im Prinzip gilt die Orientierung an den Futsal-Regeln schon seit dem 1. Januar. Da es aber jetzt zu kurzfristig wäre, kann aktuell noch nach den alten Regeln gespielt werden. Im Frühjahr wird dann entschieden, wie es dann im kommenden Jahr weitergeht. Ich würde aber begrüßen, wenn sich die Verantwortlichen in den Vereinen und Kreisen erst einmal anschauen, worum es überhaupt geht. Leider werden Neuerungen sofort zurückgewiesen, ohne dass man sich damit befasst hat. Regeländerungen hat es schließlich immer wieder im Fußball gegeben.“

Mit dieser Thematik werden sich Trainer und Spieler beim diesjährigen Turnier noch nicht auseinandersetzen müssen. Heute greifen die ersten zehn der insgesamt 20 qualifizierten Teams ins Geschehen ein. Mit von der Partie sind alle Duisburger Ober-, Landes- und Bezirksligisten mit Ausnahme der Reserve von Hamborn 07; außerdem sind acht A-Kreisligisten dabei.

Lazovic zur Probe beim DSV

In der Gruppe A hat naturgemäß Landesligist DSV 1900, der im Jahr 2003 seinen bisher einzigen Stadtpokal-Sieg feierte, die Favoritenrolle inne. Unschön sind die Nachrichten aus dem Lazarett: Tim Kasaj hat sich im letzten Hinrundenspiel einen Kreuzbandriss zugezogen und wird für den Rest der Saison ausfallen; auch Mustafa Öztürk wurde noch einmal operiert, könnte aber bis März fit werden. Neu im Team ist der Defensivspieler Bastian Helms vom SV Holzminden aus der Bezirksliga Hannover, der hier studiert. Zur Probe sind aktuell Dejan Lazozic (zuletzt Viktoria Goch; er spielt auch schon in der Halle), der Ex-Turaner Sascha Schnecker (Phönix Essen) und Offensivspieler Darius Strode (Schwarz-Weiß Essen) dabei. Sergio Hector Pastor Gutierrez wünscht sich mehr Einsatzzeiten und liebäugelt mit einem Wechsel zu TuRa 88.

Eben jene Neudorfer werden sich in der Halle größtenteils zum ersten Mal in diesem Jahr wiedersehen. „Wir wünschen uns ein frohes neues Jahr und dann spielen wir Fußball“, zeigt Sakis Papachristos mit einem Lächeln auf, worum es dem Trainer und seinem Team beim Stadtpokal geht: „Wir wollen ein bisschen Spaß haben. Im letzten Jahr hatten wir auch den DSV und Genc in der Gruppe und haben die Endrunde erreicht. Warum sollte es nicht noch einmal klappen?“

Beim SV Genc Osman werden zwei Neuzugänge mit von der Partie sein. „Kevin Kirchner und Gino Seggio sind dabei“, berichtet Ilyas Basol. Auf den Einsatz des von der technischen Anlage her eigentlich für die Halle prädestinierten Harun Celebi verzichtet der Coach nach Absprache mit dem Neuzugang. „Harun hat verletzungstechnisch schlechte Erfahrungen in der Halle gemacht“, so Basol, der das Vorrundenaus des Vorjahres gern vergessen machen würde: „Wenn wir mit Spaß an die Sache gehen und es trotzdem ernst genug nehmen, sollte es für die Finalrunde reichen.“

Komplettiert wird das Feld von den Kreisligisten VfvB Ruhrort/Laar und TuSpo Huckingen.

In der Gruppe B muss Landesligist FSV Duisburg, der Sieger von 2012, ohne den erkrankten Trainer Heiko Heinlein auskommen. Sein Bruder Tim und Co-Trainer Ali Eken vertreten ihn. Im Kader der Obermarxloher gab es zuletzt einige Änderungen. Nach Lars Glusa (TuRa 88), Bulut Aksoy und Gökhan Kiltan (beide SV Genc Osman) kamen mit Rückkehrer Mehmet Dag (Adler Osterfeld) und Marco Schatterer (Arminia Klosterhardt II) zwei weitere neue Gesichter hinzu. Den Klub verlassen haben neben Dominic Haas (Mülheim 07) auch die Brüder Islam und Mümin Aktürk, die nun für die Sportfreunde Marxloh (Kreisliga B) auflaufen.

Ralf Gemmer kommt mit seinem ganzen Kader zum Turnier. Die meisten Spieler von Meiderich 06/95 werden aber als Zuschauer auf der Tribüne sitzen: „Es spielen diejenigen, die in der Hinrunde nicht so oft zum Zuge kamen und einige Jungs aus der Reserve, die uns ausgeholfen hatten. Sie sollen sich mit diesem Highlight für ihre Arbeit belohnen “, sagt der Coach und schiebt zwinkernd nach. „Und wenn sie den Pott holen, umso besser.“ Der Trainer weiß aber auch um die starke Konkurrenz: „Mit dem FSV und Rheinland haben wir schon zwei Garanten in unserer Gruppe. Selbst wenn sie mit einer B- oder C-Elf kommen, sind sie spielerisch richtig stark.“

Selbstbewusste Rheinländer

Wie in der Meisterschaft geht Bezirksliga-Aufsteiger Rheinland Hamborn auch den Stadtpokal selbstbewusst an: „Im letzten Jahr haben wir es wegen des Torverhältnisses knapp nicht in die Endrunde geschafft, obwohl wir nur einmal verloren hatten. Diesmal muss es drin sein, unter die ersten zwei der Gruppe zu kommen“, sagt Meric Elgalp. Sollte dies gelingen, werden dem Trainer zur Finalrunde am Samstag mehr Optionen zur Verfügung stehen. Denn sechs Spieler kommen erst heute Abend aus dem Türkeiurlaub zurück, darunter Kapitän Selahtin Atik und Hallenspezialist Andrej Walter.

Als Außenseiter gehen die A-Ligisten DJK Wanheimerort und SV Walsum ins Rennen.

Der Spielplan

Gruppe A: 17.30 Uhr: TuSpo Huckingen – VfvB Ruhrort/Laar; 17.58 Uhr: Duisburger SV 1900 – TuRa 88 Duisburg; 18.26 Uhr: SV Genc Osman – TuSpo Huckingen; 18.54 Uhr: VfvB Ruhrort/Laar – Duisburger SV 1900; 19.22 Uhr: SV Genc Osman – TuRa 88 Duisburg; 19.50 Uhr: TuSpo Huckingen – Duisburger SV 1900; 20.18 Uhr: VfvB Ruhrort/Laar – SV Genc Osman; 20.46 Uhr: TuRa 88 Duisburg – TuSpo Huckingen; 21.14 Uhr: Duisburger SV 1900 – SV Genc Osman; 21.42 Uhr: TuRa 88 Duisburg – VfvB Ruhrort/Laar.

Gruppe B: 17.44 Uhr: DJK Wanheimerort – SV Walsum; 18.12 Uhr: FSV Duisburg – Rheinland Hamborn; 18.40 Uhr: Meiderich 06/95 – DJK Wanheimerort; 19.08 Uhr: SV Walsum – FSV Duisburg; 19.36 Uhr: Meiderich 06/95 – Rheinland Hamborn; 20.04 Uhr: DJK Wanheimerort – FSV Duisburg; 20.32 Uhr: SV Walsum – Meiderich 06/95; 21 Uhr: Rheinland Hamborn – DJK Wanheimerort; 21.28 Uhr: FSV Duisburg – Meiderich 06/95; 21.56 Uhr: Rheinland Hamborn – SV Walsum.

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