Schlusslicht Homberg ist am Ende

Sebastian Schweers ist Hombergs neuer Hoffnungsträger im Mittelfeld. Die lange Spielpause merkt man dem ehemaligen Düsseldorfer noch an.
Sebastian Schweers ist Hombergs neuer Hoffnungsträger im Mittelfeld. Die lange Spielpause merkt man dem ehemaligen Düsseldorfer noch an.
Foto: Ulla Emig/ FUNKE Foto Services
Der VfB befindet sich auf dem Scheitelpunkt der Vorbereitung und hat in den vergangenen Wochen sehr hart gearbeitet. Deswegen relativiert Trainer Günter Abel Rückschläge wie das 3:5 gegen Osterfeld.

Duisburg..  Erst 2:3 gegen Regionalligist KFC Uerdingen, dann 2:1 beim Bezirksligisten Fichte Lintfort, zuletzt 3:5 beim Bezirksliga-Klub SV Adler Osterfeld: Der VfB Homberg hat eine anstrengende Testspielwoche hinter sich.

„Wir machen solche Begegnungen nicht, um anschließend tolle Resultate auf einen Zettel zu schreiben, sondern um verschiedene Dinge zu probieren“, bleibt Trainer Günter Abel gelassen. Der ehemalige Oberhausener Profi weiß, dass auf ihn und seine Jungs noch eine Menge Arbeit zukommt, um sich vom letzten Tabellenplatz ans rettende Ufer zu arbeiten.

„Wenn man einen Test gegen einen zwei Klassen tieferen Gegner 3:5 verliert, dann ist das nicht angenehm. Aber wir können das einordnen. Osterfeld war topfit, wir dagegen sind total platt gewesen. Trotzdem erwarte ich dann von meiner Mannschaft, dass sie mit so einer Situation clever umgeht“, bemängelt Abel.

Die Suche nach Neuen geht weiter

Am Tag nach der Adler-Klatsche powerte der verletzungsgeplagte VfB zwei Stunden auf dem Trainingsplatz und studierte Passformen ein, um das in der Vorrunde oft unbewegliche Aufbauspiel insgesamt schneller zu machen. Auch am Montag fand eine Einheit statt. Abel: „Dienstag und Mittwoch gibt es zwei Tage zum Durchschnaufen. Im Moment sind meine Jungs total am Ende, weil die Belastungen der letzten Wochen wirklich hart waren. Der Zustand ist aber keine Überraschung. Das ist so gewollt.“

Mit Sebastian Schweers, der monatelang vereinslos war, arbeitet sich der bisher einzige Neuzugang Tag für Tag voran. Abel: „Sebastian hat ein halbes Jahr nichts gemacht. Das merkt man natürlich schon, aber er wird uns defitiniv nach vorne bringen.“

Ein weiterer Neuzugang hätte die Karten des VfB im Abstiegskampf zusätzlich verbessert. Allerdings verlief auch der Versuch, Chamdin Said von Ratingen 04/19 an den Rheindeich zurück zu holen, im Sande. Kontakt zum Stürmer war da, doch Ligakonkurrent Ratingen konnte in der Winterpause keinen Offensivmann abgeben. „Chamdin war zwischenzeitlich nur Ersatz, aber zuletzt hat sich die Situation verändert. Wir hätten gerne noch ein, zwei Leute dazu geholt“, sagt Vizepräsident Wolfgang Graf.

Das Transferfenster ist zwar seit Montag geschlossen, doch ein kleiner Spalt bleibt für Spieler, die ihre Verträge aufgelöst haben oder seit längerer Zeit ohne Verein sind, offen. „Wenn der Markt etwas hergibt, dann werden wir diese Möglichkeit nutzen“, erklärt Graf. Coach Abel sieht vor allem Bedarf auf der Sechser-Position. „Da“, sagt er, „kränkeln wir etwas.“ Und wenn kein Puzzleteil mehr gefunden wird? „Dann muss es eben so gehen. Ich kann versprechen, dass unsere Mannschaft in drei Wochen beim Start in Velbert topfit sein wird.“

Mit der Partie bei der SpVgg. Schonnebeck (Samstag, 15 Uhr), dem Test beim SC Hassel (Mittwoch, 11. Februar) und der Generalprobe bei Westfalia Herne (Sonntag, 15. Februar) haben die Homberger noch drei Möglichkeiten, die bestmögliche Formation für die Liga-Aufholjagd zu finden. Was Günter Abel bislang aufgefallen ist: „Die Jungs müssen es während der Spiele hinkriegen, den Akku wieder aufzuladen und nicht zu viel Kraft zu vergeuden. So kann man nämlich bis zum Ende immer noch zulegen.“

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