Rückzug drohte – doch Freie Schwimmer starten stark

Die Voraussetzungen waren nicht optimal – umso überraschender, dass Volleyball-Oberligist Freie Schwimmer einen erfolgreichen Saisonstart feierte. Das höchstklassig spielende Team Duisburgs setzte sich beim VfL Telstar Bochum mit 3:1 (21:25, 25:23, 25:20, 25:21) durch.

Dabei hatte es in der Sommerpause zeitweise so ausgesehen, als würden die Schwimmer gar nicht in der Oberliga an den Start gehen können. Nach den Abgängen der langjährigen Stammspieler Julian Ophey, Martin Heynen und André Engel stand ein Rückzug im Raum, doch letztlich gelang es, die Lücken zu füllen. Aus terminlichen Gründen gab es zudem nur ein Vorbereitungsspiel. Die negative Tendenz schien sich dann im ersten Satz gegen Bochum auch zu bestätigen, als die Gäste in der Annahme unsicher agierten. Ohne Martin Heynen war der Spielaufbau für den Aufsteiger leicht zu durchschauen. Weil zudem bei eigenem Aufschlag jeglicher Druck fehlte, ging der Durchgang klar an die Westfalen.

Was danach passierte, erstaunte nicht nur Mittelblocker Thomas Pusch: „Trotz des Rumpfteams, welches wir am Start hatten, klappte es plötzlich besser. Die Angaben hatten Druck, die Annahme stimmte und dann hat der Matthes eben jeden Punkt gemacht. Manchmal weiß man nicht, woran es liegt. Vielleicht brauchten wir einfach 25 Punkte, um in die Saison zu kommen.“ Der „Matthes“ ist Kapitän Matthias Scholten-Reintjes, der in Annahme und Angriff stetig stärker wurde und so die Wende zu Gunsten seiner Mannschaft einleitete. Er war es dann auch, der im vierten Satz mit zwei fulminanten Blockaktionen die Entscheidung herbeiführte.

Trainer Richard Schneider war entsprechend zufrieden: „Als wir endlich Ruhe im Spiel hatten, konnten auch die neuen Spieler zeigen, was sie drauf haben. Kevin Baum und Eike Koop haben dann ein wirklich gutes Spiel gemacht – schön, dass wir kurzfristige Ausfälle auch zu diesem Zeitpunkt der Saison schon so gut kompensieren können.“

In der Landesliga erlebt der VC Fabrik wie schon in der Vorsaison arge Personalprobleme. Zum Start standen gegen den TB Osterfeld exakt sechs Spieler zur Verfügung, die sich dann auch mit 1:3 (12:25, 10:25, 25:21, 21:15) geschlagen geben mussten. Wolfgang Knobus machte nach einem Jahr sein erstes Spiel nach einer langwierigen Schulterverletzung, Tim Dickner lief zum ersten Mal überhaupt für Fabrik auf. Nach zwei schwachen Sätzen fanden die Duisburger besser ins Spiel und verkürzten auf 1:2. Im vierten Durchgang war die Partie lange ausgeglichen, ehe der TBO die entscheidenden Punkte machte.

Die Frauen des MTV Union Hamborn, eigentlich in die Bezirksliga abgestiegen, sind als Nachrücker doch Landesligist geblieben und erlebten mit dem 3:0 (25:17, 25:18, 25:17) einen überaus gelungenen Saisonstart.

 
 

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