PSV Duisburg richtet Deutsche Judo-Meisterschaft aus

Aaron Hildebrand bei einem Schaukampf mit seinem Konkurrenten Marc Odenthal: Im Januar geht’s nicht um die Show, sondern um den Titel.
Aaron Hildebrand bei einem Schaukampf mit seinem Konkurrenten Marc Odenthal: Im Januar geht’s nicht um die Show, sondern um den Titel.
Foto: Volker Hartmann
  • Am 21. und 22. Januar ist der PSV in der Walter-Schädlich-Halle Gastgeber
  • Der Stadtsportbund unterstützt den Verein bei der Ausrichtung
  • PSV-Mann Aaron Hildebrand will beim Heimstart Deutscher Meister werden

Duisburg.  Wer in Duisburg auf die Matte geht, kann es im Leben weit bringen. 1988 wurde Alexander von der Groeben in der Hamborner Rhein-Ruhr-Halle Deutscher Judo-Meister, später machte er als Fernsehmoderator Karriere. 29 Jahre später geht es im Duisburger Norden zum zweiten Mal um die nationalen Einzeltitel. Der PSV Duisburg richtet am 21. und 22. Januar mit Unterstützung des Stadtsportbundes die Meisterschaften in der Walter-Schädlich-Halle aus.

Aaron Hildebrand (26) denkt naturgemäß noch nicht daran, was er in 30 Jahren machen wird. Der Sportsoldat denkt bis 2020. Dann will er das schaffen, was ihm in diesem Jahr nicht vergönnt war: Er will bei den Olympischen Spielen – dann in Tokio – dabei sein. Und die sportliche Kurzfrist-Planung des PSV-Kämpfers: Er will im Januar bei der Heim-DM zum zweiten Mal Deutscher Meister werden. Hildebrand: „Es gibt nur ein Ziel.“

Allerdings sagt Hildebrand, der im Jahr 2017 etwas kürzer treten will, weil sein Studium in die heiße Phase geht, dass die Mission Meisterschaft „kein Selbstläufer wird.“ Auch der Mönchengladbacher Marc Odenthal, der Hildebrand das Olympia-Ticket für Rio wegschnappte, wird sich ihm wieder in den Weg stellen.

Der PSV Duisburg übernahm die Ausrichtung der Titelkämpfe kurzfristig – auch weil der Deutsche Judo-Bund zuvor keinen geeigneten Gastgeber finden konnte. Der Polizei-Sport-Verein geht das zweitägige Spektakel selbstbewusst an. „Ich habe keine Angst davor, die Veranstaltung zu machen“, sagt PSV-Chef Gerd Schneider. Aus gutem Grund: Seit 18 Jahren ist der PSV als Ausrichter des jährlichen Jugendturniers national und international etabliert. „Das spricht für die Qualität“, so Schneider.

1988 war der 1. Walsumer JC Ausrichter

Rainer Bischoff, Vorsitzender des Stadtsportbundes, freut sich auf die Titelkämpfe, zu denen die Veranstalter jeweils rund 800 Zuschauer an beiden Tagen in Hamborn erwarten. „Wir sind in Duisburg im Breitensport hervorragend aufgestellt. Im Spitzensport hingegen nicht. Diese Meisterschaft tut uns gut“, so der SSB-Chef.

Vor 29 Jahren richtete der 1. Walsumer JC die Meisterschaften aus, mittlerweile ist der PSV Duisburg im Judo die unbestrittene Nummer eins in der Stadt. Das soll sich im Januar auch in den Ergebnislisten spiegeln. Immerhin schickt der Klub nicht nur Fast-Olympionike Aaron Hildebrand ins Rennen. Mit den Schwestern Lara und Lea Reimann, Julia Malcharek und Youngster Niccolo Amato (17) gehen vier weitere PSV-Kämpfer an den Start.

Reimann gegen Reimann?

Auch Lara und Lea Reimann könnten in vier Jahren im Flieger gen Tokio sitzen. Beide starten in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm und rechnen sich bei der DM Chancen aus. Im Januar könnte es ein interessantes Novum geben: Noch nie standen sich die Reimann-Schwestern in einem Wettkampf gegenüber.

>> PSV nimmt Kartenbestellungen entgegen

Die Tageskarten für die Deutsche Meisterschaft kosten 15 Euro. Das Zwei-Tagesticket ist für 20 Euro zu haben. Für Schüler und Jugendliche liegen die Preise bei 7,50 und zehn Euro. Ob es einen Online-Verkauf gibt, steht noch nicht fest. Der PSV Duisburg nimmt unter seiner E-Mail-Adresse info@psv-duisburg-judo.de bereits jetzt Kartenbestellungen entgegen.

 
 

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