OSC Löwen wieder ohne Chance

OSC-Löwen-Trainer Axel von Aswege sah eine Halbzeit lang eine „Zumutung für den Handballsport“.
OSC-Löwen-Trainer Axel von Aswege sah eine Halbzeit lang eine „Zumutung für den Handballsport“.
Foto: WAZ-Fotopool
Verbandsliga-Schlusslicht bleibt nach Niederlage gegen Issum punktlos. Torwartproblem beim VfL. Eintracht gewinnt Derby beim TVA.

Duisburg..  Der VfL Rheinhausen musste unter ungewöhnlichen Bedingungen in der Frauenhandball-Verbandsliga antreten. Die Eintracht gewinnt das Derby in Walsum. Erneut keine Chance für die OSC Löwen.

TB Wülfrath –
VfL Rheinhausen 34:24 (19:14)

VfL: Armbruster (6), Bing (4), Bambey, Tummes (je 3), Pelzer, Hering, Cleven (je 2), Henke, Janßen.

Lange stand nicht fest, ob die Bergheimerinnen überhaupt würden antreten können. Mit Nadine Leitner (schwere Rückenprobleme) und Saskia Gietz (Verdacht auf eine Sprunggelenksfraktur) fielen beide Torhüterinnen aus. Zu Hilfe eilten Christina Lasenich aus der Reserve und Patricia Richardt (zuletzt VfL III), die die Handballschuhe schon an den Nagel gehängt hatte. „Großes Lob an die beiden. Man hat nicht gemerkt, dass sie noch nie Verbandsliga gespielt haben“, stellte Michael Peter dem Duo ein perfektes Zeugnis aus. Auch der Rest der Mannschaft machte eine gute Figur, führte nach einer Viertelstunde mit 8:4. „Dann haben wir zehn Minuten schlecht gespielt“, so Peter, der notieren konnte, wie das Team in der Schlussphase sogar noch einmal in Schlagdistanz (24:29/55.) kam. Peter: „Dann haben wir noch offensiver gespielt, fünf Tempogegenstöße kassiert und dann war der Drops gelutscht. Trotzdem bin ich aber zufrieden, das war eine gute Leistung.“

TV Aldenrade II –
Eintracht Duisburg 24:32 (12:18)

TVA: Völlings (9/2), Linda Klaude (4/2), Loy (3), Rath (2), Tielmann (2/1), Gehrke, Steffi Klaude, Winstermann, Carina Stratmann.
Eintracht: Boy (14/5), Linnecken, Arend (je 3), Carstens, Habekorn, Rahlfs, Christina Schild, Unterberg (je 2), Höfer, Urbaniak.

Die Voraussetzungen für die Walsumer Reserve waren nicht schlecht. Ines Völlings gehört wieder dem Kader der zweiten Mannschaft an, außerdem kehrte Carina Stratmann nach langer Verletzungspause ins Team zurück. Dennoch konnte der TVA II der Eintracht nichts Entscheidendes entgegensetzen. „32 Gegentore sind einfach zu viel. Wir haben Alina Boy nie in den Griff bekommen – und das, obwohl wir uns darauf eingestellt hatten“, sagte TVA-Trainerin Heidi Kutsch. „Stimmt“, sagte Eintracht-Trainer Uwe Kiel. „Alina war herausragend. Aber auch wenn sie in Manndeckung genommen worden ist, waren die anderen zur Stelle und haben den Job gemacht“, lobte der Coach seine Spielerinnen, die sich komplett in die Torschützenliste eintragen konnten. So spielte die Eintracht effektiv, während Aldenrade etliche Hundertprozentige ausließ. „Aber auch wir hätten öfter treffen können“, so Kiel.

OSC Löwen Duisburg –
TV Issum 15:26 (6:16)

OSC Löwen: Hanzen (5), Nick (4), Buchholz (3), Adamsky, Bode, Brandes.

Weiterhin ohne jeden Punkt stehen die Hambornerinnen da, die (noch) unter dem Signet der OSC Löwen spielen. „Was wir vor der Pause gespielt haben, war eine Zumutung für den Handballsport“, schimpfte Trainer Axel von Aswege. „Das habe ich in der Pause deutlich angesprochen.“ Dennoch lobte er sein Team, das die Ansage gut verarbeitete. „Denn im Rahmen des Machbaren haben wir nach der Pause sehr ordentlich gespielt.“

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel