Noch viel Sand im Getriebe

Unzufriedene Gesichter bei den Füchsen. In den ersten beiden Testspielen merkte man den EVD-Spielern um Lars Grözinger an, dass sie erst seit wenigen Tagen gemeinsam auf dem Eis stehen.
Unzufriedene Gesichter bei den Füchsen. In den ersten beiden Testspielen merkte man den EVD-Spielern um Lars Grözinger an, dass sie erst seit wenigen Tagen gemeinsam auf dem Eis stehen.
Foto: Funke Foto Services
Nach einer Woche Eistraining gelang den Füchsen gegen Hannover und Frankfurt noch nicht viel. Nethery: „Wir müssen viele neue Spieler integrieren.“

Duisburg..  Das Üben des Torjubels müssen die Füchse nun doch nicht auf die kommende Trainingswoche verschieben. Zwar unterlag der Eishockey-Oberligist EV Duisburg in den ersten beiden Testspielen sowohl den Hannover Indians als auch dem Zweitligisten Löwen Frankfurt, doch gegen die Hessen gelang André Huebscher zumindest der erste Saisontreffer.

EC Hannover Indians –
EV Duisburg 2:0

Drittel: 1:0, 0:0, 1:0
Tore: 1:0 (5:36) Peleikis (Baier, Pohanka), 2:0 (44:29) Gibbons (Pohl, Baier/5-4). Strafen: Hannover 14 + 10 (Lilik), Duisburg 16 + 10 (Joly). Zuschauer: 1864.

Der Auftakt im bullig-warmen Eisstadion am Pferdeturm misslang den Füchsen. „Die Temperaturen waren wirklich ausgesprochen hoch und das Eis daher auch nicht im besten Zustand“, sagte EVD-Trainer Lance Nethery, der allerdings betonte, dass dies keine Ausrede ist. „Schließlich gelten die Bedingungen für beide Mannschaften.“ Bitter war sicherlich, dass – trotz des Umstandes, dass es der erste Test nach wenigen Tagen Eistraining war – kein eigenes Tor gelang.

„Das Zusammenspiel hat leider gar nicht geklappt. Und am Ende haben es viele dann alleine versucht statt als Einheit.“ Das 0:1 durch Robert Peleikis war ein abgefälschter Schuss in der sechsten Minute. Tor Nummer zwei der Hannoveraner fiel in der 45. Minute, als Brian Gibbons in Überzahl erfolgreich war. Kurz vor Ende lieferten sich noch der Hannoveraner Leon Lilik und Duisburgs Raphael Joly eine Auseinandersetzung. Ärgerlich war, dass sich Verteidiger Finn Walkowiak am Finger verletzte und in den letzten beiden Dritteln nicht mehr zum Einsatz kam. In Abwesenheit von Justin Schrörs, der bei Krefeld aushalf, machten Lucas Di Berardo und Etienne Renkewitz ihre Sache im EVD-Tor gut.

EV Duisburg –
Löwen Frankfurt 1:5

Drittel: 0:2, 0:3, 1:0
Tore: 0:1 (12:17) Stretch (Pistilli, Liesegang), 0:2 (14:30) Stretch (Tomassoni, Liesegang), 0:3 (26:34) Reimer (Breitkreuz, Dronia), 0:4 (28:35) Laub (Ratajczyk), 0:5 (33:32) Laub (Ratajczyk, Draxinger), 1:5 (52:08) Huebscher (Joly, Grözinger/5-4). Strafen: Duisburg 8, Frankfurt 14. Zuschauer: 785.

Das, was Lance Nethery am Samstag ausgemacht hatte, zeigte sich auch tags darauf gegen den Zweitligisten aus Frankfurt. Während das Zusammenspiel der klassenhöheren Gäste bereits flüssig wirkte, weil die DEL2 zum einen früher beginnt und die Löwen zum anderen deutlich länger auf dem Eis stehen, fehlte die Abstimmung bei den Füchsen beinahe gänzlich. Vieles wirkte noch fremd und stotternd. Doch immerhin stimmte der Einsatz. So zeigte Neuzugang Chris St. Jacques schon in der ersten Minute, wo die sprichwörtliche Freundlichkeit eines Kanadiers endet – und beförderte seine Gegenspieler per sauberen Check in die Bande. Rund zehn Minuten hielten die Duisburger kämpferisch mit, wobei sich das Spiel weitgehend vor EVD-Goalie Justin Schrörs abspielte. Ein Puckverlust der Füchse hinter dem eigenen Tor führte zum 1:0 der Gäste durch C.J. Stretch (13.), der auch zwei Minuten später einen Schuss von Matt Tomassoni zum 2:0 abfälschte. Im zweiten Drittel waren die Frankfurter deutlich besser und erhöhten durch Dennis Reimer und zweimal Lukas Laub auf 5:0 – auch weil die Gastgeber meist einen Schritt zu spät kamen. Die beste Chance hatte Raphael Joly, als er zwölf Sekunden vor der zweiten Pause den Pfosten traf. Es war dann auch die letztjährige und aktuelle erste Reihe, die die Füchse auf die Anzeigetafel brachte. André Huebscher traf im Powerplay zum 1:5-Endstand. Nethery: „Wir haben einfache Fehler gemacht, aber das ist zu diesem Zeitpunkt normal. Wir müssen viele neue Spieler integrieren.“

 
 

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