MSV will endlich den ersten Heimsieg

Nach ihrer guten Joker-Leistung in Freiburg ist Sofia Nati Kandidatin für die Startelf.
Nach ihrer guten Joker-Leistung in Freiburg ist Sofia Nati Kandidatin für die Startelf.
Foto: WAZ FotoPool
Duisburgs Trainerin Inka Grings sieht im Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim den psychologischen Vorteil auf der Seite der Zebras.

Duisburg..  Alles ist relativ. Auch ein vermeintlicher psychologischer Vorteil. Den sieht Inka Grings, Trainerin des Frauenfußball-Bundesligisten MSV Duisburg, nämlich im Vergleich mit dem morgigen Gegner TSG 1899 Hoffenheim auf der Seite ihres Teams. „Wir gehen mit dem Rückenwind von zwei Auswärtstoren, einem Punktgewinn nach Rückstand und einer tollen zweiten Halbzeit in dieses Spiel, während die TSG am letzten Sonntag zu Hause 1:2 gegen München verloren hat“, sagt die Ex-Nationalspielerin.

Alles nicht die Unwahrheit. Wahr ist allerdings auch, dass der Tabellenelfte, der um 11 Uhr im PCC-Stadion Heimrecht hat, nach besagtem Rückstand im Spiel beim SC Freiburg sogar mit 2:1 geführt, dann aber noch den späten Ausgleich kassiert hat. Psychologischer Nachteil?

Sicher kein Vorteil ist es, auch vor dem 15. von 22 Spieltagen noch immer auf den ersten Heimsieg zu warten. Und der ist ohne Zweifel gegen die Kraichgauerinnen einfach Pflicht, wenn sich der MSV noch eine realistische Perspektive auf den Klassenerhalt erarbeiten will. Es wäre wohl auch die letzte Chance, den Gegner noch einmal in den Abstiegsstrudel zu ziehen, der im Moment sieben Punkte vor den Zebra-Frauen rangiert.

„Unsere Aufgabe muss es sein, hinten aufmerksam und gedankenschnell zu agieren und im Vorwärtsspiel möglichst effektiv unsere Schnelligkeit auszuspielen, damit wir diesen starken Gegner besiegen können“, sagt Inka Grings und dürfte dabei vor allem auf jene beiden hoffen, die in der Hinrunde fast durchweg Ausfälle in der Offensive waren: die in Freiburg erstmals erfolgreiche Lucie Vonkova und Sofia Nati, die nach ihrer Einwechslung 45 Minuten lang zu überzeugen wusste. Womöglich steht sie dann auch wieder in der Startelf. Ansonsten sind Alternativen im zuletzt nur 15 Spielerinnen umfassenden Kader – einschließlich Not-Ersatzkeeperin Julia Debitzki – weiter rar gesät.

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