MSV-Stadionsprecher wegen sexuellen Missbrauchs in Haft

Bei vielen Fans des MSV Duisburg war Chris S. als Stadionsprecher beliebt. Für die Anhänger ist die Verurteilung des 33-Jährigen ein Schock. Schon am Dienstag, beim Spiel gegen den BVB, war Chris S. suspendiert.
Bei vielen Fans des MSV Duisburg war Chris S. als Stadionsprecher beliebt. Für die Anhänger ist die Verurteilung des 33-Jährigen ein Schock. Schon am Dienstag, beim Spiel gegen den BVB, war Chris S. suspendiert.
Foto: Archiv
Das Landgericht Krefeld hat Chris S. am Donnerstag zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt. Der heute 33-Jährige wurde wegen 24 Fällen von sexuellem Missbrauch an einem Kind verurteilt. Der MSV distanziert sich und suspendierte den Stadionsprecher.

Duisburg.. Die MSV-Fans stehen seit Donnerstag-Abend unter Schock. Das Landgericht Krefeld verurteilte am Donnerstag den Co-Stadionsprecher des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, Chris S., wegen 24 Fällen von teilweise schwerem sexuellen Missbrauch von Kindern zu einer viereinhalbjährigen Haftstrafe. Der MSV hatte den 33-Jährigen bereits vor dem Urteilsspruch suspendiert.

Chris S. gab vor Gericht zu, als Jugendfußball-Trainer in Willich und auch als Nachhilfelehrer zwischen 1999 und 2004 einen Jungen von anfangs acht Jahren sexuell missbraucht zu haben. Der missbrauchte Junge, der mittlerweile 22 Jahre alt ist, hat Chris S. erst viele Jahre nach den Taten angezeigt.

Der MSV Duisburg veröffentlichte am Abend eine Stellungnahme auf seiner Facebook-Seite: „Der MSV Duisburg legt höchsten Wert auf die Feststellung, dass die unfassbaren und unbeschreiblichen Taten, für die Herr S. am zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden ist, in keinem Zusammenhang mit irgendeiner Tätigkeit beim MSV stehen. Herr S. hat uns zu keinem Zeitpunkt über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe informiert; der MSV Duisburg hat ihn aus eigenem Antrieb umgehend suspendiert, nachdem wir am späten Sonntagabend von den Vorwürfen auf anderen Wegen erfahren haben und von Herrn S. bestätigt wurde, dass gegen ihn ermittelt wird. Wir sind über seine Taten aufs äußerste schockiert; unser Mitgefühl gilt dem Betroffenen und seiner Familie. Für Kindesmissbrauch darf und kann es keine Entschuldigung geben.“

 
 

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