MSV mahnt Kunt wegen 9/11-Eintrag bei Facebook ab

Burakcan Kunt erhielt wegen eines Internet-Eintrages eine Abmahnung und muss eine Geldstrafe zahlen.
Burakcan Kunt erhielt wegen eines Internet-Eintrages eine Abmahnung und muss eine Geldstrafe zahlen.
Foto: imago sportfotodienst

Duisburg. Ex-MSV-Stürmer Stefan Maierhofer nutzt das Internet-Netzwerk Facebook als persönliche PR-Maschine und um den Kontakt mit seinen Fans zu halten. MSV-Youngster Burakcan Kunt kann die beliebte Internet-Seite nun zum Verhängnis werden. Zunächst erteilte der MSV dem Mittelfeldspieler (Sieben Zweitliga-Einsätze) am Sonntagabend eine Abmahnung und verhängte eine Geldstrafe.

Auf der privaten Facebook-Seite des Fußballers war am Sonntag-Vormittag in Anlehnung an die Anschläge vom 11. September 2001 der Eintrag „Mohammad Atta Airlines...“ zu lesen. Als Autor des Eintrages war Kunt angegeben. Der Eintrag machte schnell die Runde, der MSV Duisburg wies seinen Spieler an, den Satz zu löschen und die Seite zu sperren.

Laut Kunt stamme der Beitrag nicht von ihm

Nach Vereinsangaben argumentierte Kunt, der Beitrag stamme nicht von ihm und sei ohne seine Zustimmung eingestellt worden. Demnach muss jemand Kunts Passwort kennen, oder die Seite ist von Dritten geknackt worden. Zwar stellte sich der Verein in seiner Erklärung am Sonntag noch hinter Kunt, verhängte aber dennoch eine Strafe. Die Höhe der Geldstrafe ist noch offen, Kunt wird das Geld an eine Organisation für die Opfer der Anschläge vom 11. September spenden müssen.

Die Geschichte ist für den 19-Jährigen, der am Sonntag nicht dem Kader der Meidericher ­U-23-Auswahl angehörte, aber noch nicht ausgestanden. „Wir behalten uns weitere Prüfungen und weitere Maßnahmen vor“, so MSV-Geschäftsführer Roland Kentsch.

Auch strafrechtliche Folgen sind möglich, bei Verherrlichungen von Terroranschlägen reicht das Strafmaß bis zur Haftstrafe.

 
 

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