MSV in der Außenseiterrolle

Nur zu gern würden die MSV-Frauen auch am Sonntag in Potsdam jubeln.
Nur zu gern würden die MSV-Frauen auch am Sonntag in Potsdam jubeln.
Foto: FUNKE Foto Services
Duisburger Bundesliga-Kickerinnen treten am Sonntag bei Turbine Potsdam an. Ein Sieg würde sie wohl auf einen Nichtabstiegsplatz befördern.

Duisburg. Auf einmal lebt die Hoffnung wieder. Das 2:0 am vergangenen Sonntag gegen Bayer Leverkusen, so überraschend wie verdient, sorgt dafür, dass der MSV Duisburg dem rettenden Ufer in der Frauenfußball-Bundesliga ein deutliches Stück nähergekommen ist. Theoretisch wäre nun sogar der erstmalige Sprung über den Strich seit dem ersten Spieltag möglich – dazu bräuchte es allerdings einen Sensationssieg bei Turbine Potsdam. Um 14 Uhr geht’s am Sonntag im Karl-Liebknecht-Stadion los.

Aber was heißt schon Sensation? Auch im Hinspiel hatte niemand die Duisburgerinnen auf dem Zettel, ehe dann am Ende ein 3:3 im bislang besten Saisonspiel heraussprang. Es bleibt auch immer noch dabei, dass die Mannschaft von Inka Grings auswärts bislang mehr Punkte eingefahren hat als daheim. „Wir fahren nicht hoffnungslos da hin, sonst könnten wir gleich zu Hause bleiben“, sagt Leitfigur Jennifer Oster kämpferisch. Ihre Trainerin schiebt nach: „In Potsdam sind wir – zum letzten Mal in dieser Saison – Außenseiter, aber Turbine muss sicherlich gewinnen, um die letzte Chance für den nationalen Titel zu wahren.“ Hieße dann: das eigene Heil nach Möglichkeit in Kontern zu suchen – wobei Genoveva Anonma und Co. bislang viermal so viele Tore erzielt haben wie der MSV.

Sollte der Favorit die Nase vorn haben, wird es wichtig sein, dass Hauptkonkurrent SC Sand im Parallelspiel gegen den FC Bayern München leer ausgeht: Dann bliebe es vor dem direkten Duell am 19. April beim Zwei-Punkte-Abstand. An der personellen Besetzung wird sich gegenüber dem Leverkusen-Spiel nichts ändern, denn Inka Grings vermeldet ihren kompletten Kader als „fit und konzentriert“. Das hieße, dass zumindest in der Theorie zum dritten Mal in Folge die zuletzt zweimal ungeschlagene Startelf auflaufen könnte. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass die lange verletzt ausgefallene Marina Himmighofen nach zwei Kurzeinsätzen wieder von Beginn an aufläuft. Lara Heß würde wohl weichen.

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