MSV durfte das letzte Saisonspiel nicht vorziehen

Sofia Nati will mit Danica Wu (links) und Linda Bresonik den 22. Saisonsieg bejubeln – und möglichst auch Platz einsin der Torjägerliste.
Sofia Nati will mit Danica Wu (links) und Linda Bresonik den 22. Saisonsieg bejubeln – und möglichst auch Platz einsin der Torjägerliste.
Foto: Funke Foto Services
Am Sonntag um 14 Uhr geht es für den Zweitliga-Meister gegen Herford um den 22. Saisonsieg – und für Sofia Nati um die Torjägerkanone.

Duisburg..  Man durfte es fast ahnen: Die Bemühungen des MSV Duisburg, das letzte Saisonspiel in der 2. Fußball-Bundesliga der Frauen vorzuverlegen, sind fruchtlos geblieben. Inka Grings und ihr Team müssen wie der Rest der Nord-Gruppe am Sonntag um 14 Uhr daheim gegen den Herforder SV antreten und damit quasi parallel zu den männlichen Vereinskollegen, die um 15.30 Uhr um den Relegationsplatz in der 2. Liga kämpfen. Der Deutsche Fußball-Bund ist erwartungsgemäß stur geblieben.

Dabei geht es in der Partie gegen den Gast aus Ostwestfalen sportlich bekanntermaßen längst um nichts mehr. Der MSV steht als Meister und Aufsteiger fest, der Herforder SV wird als Dritter oder Vierter abschließen. Lediglich zwei Entscheidungen ohne offiziellen Charakter müssen noch fallen: Zum einen geht es für Sofia Nati um die Torjägerkanone der Staffel. In der Vorwoche war die Deutsch-Griechin (21 Treffer) von der Herforderin Giustina Ronzetti (22) überholt worden. Im direkten Duell will sie nun natürlich wieder an ihrer Konkurrentin vorbeiziehen.

Entscheidung zwei: Sichert sich der MSV den Rekord für die Ewigkeit? 21 von 22 Spielen hat die Grings-Elf bislang gewonnen – schon das gelang bisher nur dem SC Sand vor zwei Jahren als Meister der Süd-Gruppe, der einmal Remis spielte. Die Zebras wollen nun das „Projekt 66“ erfolgreich abschließen und dann nach Möglichkeit so lange wie möglich nichts mehr mit der 2. Bundesliga zu tun haben. „Herford ist vor allem offensiv hervorragend besetzt. Auf die Spitzen müssen wir höllisch aufpassen. Aber wir sind mit Recht selbstbewusst und wollen unser Kombinationsspiel durchziehen, und das wieder besser als zuletzt. Da war es zeitweise nicht so, wie ich es mir vorstelle“, sagt Inka Grings.

Verabschiedet werden vor dem Spiel Mairav Shamir, Petra Mitter, Laura Luis und Madeline Gier sowie die zuletzt nur noch in der zweiten Mannschaft eingesetzte Laura Neboli. Künftig nicht mehr dabei sind auch Abteilungsleiter Thorsten Zensen und der langjährige Betreuer Stefan Wilken. Der wäre natürlich auch gern beim Abstiegskampf der Männer in der Arena dabei. Dank des DFB wird das knapp.

 
 

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