MSV Duisburg will Hertha-Party verhindern

MSV-Trainer Milan Sasic: „Wir können jeden schlagen, auf Dauer jedoch nicht mithalten.“ Foto: Lars Fröhlich
MSV-Trainer Milan Sasic: „Wir können jeden schlagen, auf Dauer jedoch nicht mithalten.“ Foto: Lars Fröhlich
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Hertha BSC Berlin kann am Montag den Bundesliga-Aufstieg feiern. Der MSV will das verhindern.

Endstation Sehnsucht. Hertha BSC wird in die Fußball-Bundesliga aufsteigen. Für Spieler und Fans des MSV Duisburg bleibt dies bis auf weiteres ein Traum. Um nicht unnötig zu leiden, wollen sich die Zebras am Montag Berliner Jubelszenen, Ehrenrunden und Schampus-Exzesse ersparen. Mit einem Sieg an der Wedau (20.15 Uhr) könnte die Hertha den Aufstieg bereits perfekt machen. Doch MSV-Trainer Milan Sasic hat da seine spezielle Sicht der Dinge: „Wir haben eine klare Ansage an die Berliner: Den Aufstieg im eigenen Stadion zu feiern, ist doch viel schöner.“

Viele Emotionen

Mit Berlin verbinden die Zebras nicht nur ihren eigenen Traum, den sich in einem Monat beim Pokalfinale gegen den FC Schalke 04 erfüllen werden. Das Hinspiel im Olympiastadion gewann der MSV 2:0. Es war ein hochemotionales Spiel – die Mannschaft spielte für ihren Trainer, der wenige Tage zuvor seine Mutter verloren hatte. Der Triumph an der Spree stand auch für den Aufschwung der Zebras in der Hinrunde.

Mittlerweile haben sich die Dinge in der Liga verändert. „Es stehen die drei Mannschaften an der Spitze, die jeder Experte vor der Saison erwartet hat“, sagt Milan Sasic, der hinzufügt: „Natürlich können wir jede einzelne Mannschaft aus dieser Gruppe schlagen. Doch auf lange Sicht, über 34 Spieltage, können wir mit diesen Teams nicht mithalten.“ Immerhin holte der MSV vier Zähler gegen den FC Augsburg und vom Gastspiel bei der Hertha stehen drei Zähler zu Buche. Lediglich gegen den VfL Bochum verlor der MSV, kann sich aber am letzten Spieltag bei der Funkel-Elf noch revanchieren.

Sukalo ist dabei

Am Samstag und am Sonntag wird Milan Sasic mit seinem kleinen Kader noch einmal arbeiten, die Aufstellung wird der Kroate ohnehin erst im Laufe des Montagnachmittags festlegen. Bis dahin will Olcay Sahan fit sein. Der künftige Lauterer lag in den letzten Tagen mit einem Infekt flach. Dafür nehmen Goran Sukalo und Bruno Soares wieder uneingeschränkt am Training teil. Auch Ivica Grlic ist gut unterwegs, vielleicht reicht es am Montag sogar schon für einen Platz im Kader.

Für Jürgen Säumel, der aufgrund eines Beckenschiefstandes muskuläre Probleme hat, kommt das Spiel zu früh. Nach seinem Einsatz im Aachen-Spiel ist der Österreicher außer Gefecht. „Wir hatten erwartet, dass Jürgen schon weiter sei. Schade“, so Sasic.

Goran Sukalo, der seine Mittelohr-Operation gut weggesteckt hat, freut sich auf das Spiel gegen den Spitzenreiter: „Ich hoffe auf einen tollen Abend – vor allem für unsere Fans.“ Der MSV rechnet mit 15 000 Besuchern, darunter sollen 2000 Fans der Hertha sein. Die kommen indes, um eine Ehrenrunde zu sehen.

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