MSV Duisburg muss zweigleisig planen

Inka Grings und Udo Kirmse, hier im Gespräch mit Stadionsprecher Stefan Leiwen, hoffen auf den Klassenerhalt.
Inka Grings und Udo Kirmse, hier im Gespräch mit Stadionsprecher Stefan Leiwen, hoffen auf den Klassenerhalt.
Foto: WAZ-Fotopool
Am Sonntag fällt die Entscheidung, ob die Mannschaft von Inka Grings weiter in der Bundesliga spielt. Abstieg wäre auch der Abschied aus Homberg.

Duisburg.  Udo Kirmse blickt der Realität ins Auge. „Natürlich planen wir zweigleisig, alles andere wäre ja töricht“, sagt das für den Frauenfußball zuständige Vorstandsmitglied des MSV Duisburg. Am kommenden Sonntag wird sich dann entscheiden, welcher der beiden Planungsansätze dann weiterverfolgt wird: jener für die Bundesliga oder der für die Zweitklassigkeit. Nach jetzigem Stand wären die Zebras abgestiegen – ein eigener Sieg gegen Schlusslicht Herforder SV und ein Erfolg von Bayer Leverkusen gegen den SC Sand würden das Erstliga-Szenario aktivieren.

Es versteht sich von selbst, dass sich Kirmse und seine Mitstreiter das ein wenig anders gewünscht hätten. „Natürlich ist es schade, dass es so lange gedauert hat, bis die Mannschaft sich findet. Die positive Entwicklung der letzten Wochen steht allerdings außer Frage“, betont der ehemalige Vereinschef. In der Tat folgten dem Tiefpunkt der Saison, der 0:6-Klatsche in Wolfsburg, fünf Spiele mit insgesamt nur drei Gegentreffern, von denen auch lediglich das in Potsdam mit 0:1 verloren ging.

Am vergangenen Sonntag waren Kirmse und Geschäftsführer Bernd Maas beim Spiel in Jena dabei und trösteten die niedergeschlagenen Spielerinnen nach dem späten 1:1-Ausgleich des USV. „Aber vielleicht hätte ein Sieg uns auch nur trügerische Sicherheit gegeben“, sagt der Funktionär. Denn auch dann wären Inka Grings und ihre Mannschaft noch immer auf Leverkusener Schützenhilfe angewiesen gewesen – dann hätte halt schon ein Remis der Truppe von Thomas Obliers gegen die Schützlinge von Ex-MSV-Coach Sven Kahlert gereicht. So muss nun eben ein Dreier her. „Ich bin überzeugt, dass Leverkusen alles geben wird“, so Kirmse.

Und wenn das nicht reichen sollte – oder tatsächlich der eigene Pflichtsieg gegen Herford ausbleiben sollte? „Dann werden wir in der 2. Liga auf jeden Fall eine Mannschaft haben, die eine gewisse Rolle spielt“, meint Udo Kirmse. Personelle Abschlüsse konnte der MSV bislang nicht vermelden, was naturgemäß auch daran liegt, dass eine Etage tiefer mit einem deutlich geringeren Etat kalkuliert werden müsste. Das hat auch zur Folge, dass dann die Spiele nicht mehr im Homberger PCC-Stadion, sondern auf der Vereinsanlage ausgetragen würden. Bleibt der MSV aber erstklassig, gibt es hier auch eine Änderung: Dann werden die Heimspiele wieder um 14 Uhr angepfiffen.

 
 

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