MSV Duisburg kassiert knappe Niederlage in Frankfurt

Einmal entwischt: In der entscheidenden Szene des Spiels löste sich die Ex-Duisburgerin Mandy Islacker (rechts) von Rahel Kiwic und ihren Abwehrkolleginnen und erzielte das 1:0 für Frankfurt.
Einmal entwischt: In der entscheidenden Szene des Spiels löste sich die Ex-Duisburgerin Mandy Islacker (rechts) von Rahel Kiwic und ihren Abwehrkolleginnen und erzielte das 1:0 für Frankfurt.
Foto: imago
Der Tabellenvorletzte der Bundesliga verliert mit 0:1 beim 1. FFC. Ausgerechnet eine Ex-Duisburgerin nutzt die einzige Unaufmerksamkeit der Abwehr.

Duisburg.  Am Sonntagmorgen schaute sich Inka Grings die Partie vom Tag zuvor zu Analysezwecken noch einmal auf Video an. „Da war mir wieder ein bisschen säuerlich zumute“, sagt die Trainerin des MSV Duisburg. Nicht etwa, weil ihre Mannschaft beim 1. FFC Frankfurt eine schlechte Leistung gebracht hätte – sondern weil die große Chance bestanden hätte, aus der Fußball-Bundesliga-Partie bei den Hessinnen etwas mitzunehmen. Das war freilich auch der positive Rückschluss nach der 0:1 (0:1)-Niederlage.

„Wir sind auf einem guten Weg, haben eine tolle Moral gezeigt und wahnsinnig wenig zugelassen“, fasste Inka Grings den Samstagnachmittag im Stadion am Brentanobad zusammen. Der einstige Serienmeister konnte die Gäste eine Halbzeit lang fast nur mit Distanzschüssen in Gefahr bringen; einmal musste Keeperin Lena Nuding allerdings ihr ganzes Können aufbieten, als sie in der 23. Minute einen Kopfball von Lise Munk mit einer starken Parade aus dem Winkel holte.

Sandra Betschart rückte für Lee Falkon in die Mannschaft

Ansonsten funktionierte das Defensivkonzept des MSV, was sicher auch daran lag, dass auf den Mittelfeld-Außenpositionen mit der für Lee Falkon ins Team gekommenen Sandra Betschart (links) und Alice Hellfeier (rechts) zwei gelernte Abwehrspielerinnen aufliefen.

Auch im zweiten Durchgang sah es lange so aus, als könne der MSV einen Überraschungspunkt mitnehmen. Doch dann ging auf einmal alles ganz fix: Einen langen Pass von Saskia Bartusiak verlängerte Yuki Nagasato auf die Ex-Duisburgerin Mandy Islacker, die mit einem Schuss von der Strafraumgrenze Lena Nuding überwand (71.).

Schiedsrichterin versagte dem MSV einen Handelfmeter

Mit eigenen Chancen konnte der MSV nicht mehr antworten – trotzdem hätte es noch mit dem Ausgleich klappen können. „Es ist ärgerlich, weil wir einen klaren Handelfmeter hätten bekommen müssen. Die Schiedsrichterin stand genau frontal vor der Aktion – das kann man nicht übersehen“, grämte sich Inka Grings.

Gegen favorisierte Frankfurterinnen einem Punktgewinn lange ganz nah gewesen zu sein und sich über die knappe Niederlage entsprechend zu ärgern, nahm die Trainerin von Duisburgs amtierender Mannschaft des Jahres dann auch noch als positiven Umstand mit. Den nächsten gab es am Sonntagmittag: Mit der TSG 1899 Hoffenheim und dem USV Jena kassierten auch zwei der drei punktgleichen Konkurrenten – die Partie von Bayer Leverkusen in Potsdam wurde verlegt – Niederlagen und bleiben so in Reichweite.

MSV: Nuding – Zielinski, Kiwic, Kirchberger, Radtke – Alice Hellfeier, Debitzki, Wu, Betschart (86. Fliege) – Heß (60. Nati), Rácz.
Tor: 1:0 Islacker (71.).

 
 

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