MSV Duisburg II ist noch im Rennen um den Aufstieg

Als FCR II gestartet, als MSV II im Rennen. Hinten von links: Eyline Lupprich, Franziska Göbel, Jana Freesmann, Sarah Schmitz, Vanessa Beyer, Leonie Sacher, Scarlett Hellfeier, Inga Jürgen, Trainer Wilfried Tönneßen. Vorne: Anke Bak, Stephanie Mpalaskas, Frauke Fleischer, Ricarda Rumohr, Sarah Deinert, Maria Hertzenberg, Verena Kieth, Marina Capelli.
Als FCR II gestartet, als MSV II im Rennen. Hinten von links: Eyline Lupprich, Franziska Göbel, Jana Freesmann, Sarah Schmitz, Vanessa Beyer, Leonie Sacher, Scarlett Hellfeier, Inga Jürgen, Trainer Wilfried Tönneßen. Vorne: Anke Bak, Stephanie Mpalaskas, Frauke Fleischer, Ricarda Rumohr, Sarah Deinert, Maria Hertzenberg, Verena Kieth, Marina Capelli.
Foto: NRZ
Trotz der mitunter schwierigen Voraussetzungen steht der MSV Duisburg II als Dritter nur knapp hinter der Spitze der Regionalliga der Frauen. Die Zebras können also noch den Zweitliga-Aufstieg schaffen. Der gute Teamgeist ist einer der Erfolgsgründe.

Es ist schon eine bemerkenswerte Geschichte, die sich ganz im Schatten abspielt. Im Schatten der FCR-Pleite und des Anschlusses an den MSV. Im Schatten der eigenen Bundesliga-Mannschaft. Ohne Betreuerstab. Doch die zweite Frauenfußball-Mannschaft des MSV Duisburg steht auch nach dem ersten Rückrundenspiel unter dem neuen Namen auf Platz drei der Regionalliga mit nur zwei Punkten Rückstand auf Alemannia Aachen und Bayer Leverkusen II. Oder anders ausgedrückt: Der MSV Duisburg II hat durchaus Chancen, in die 2. Bundesliga aufzusteigen.

In der Hinrunde – noch als FCR 2001 Duisburg II – stand das Team zwischenzeitlich sogar auf Platz eins. „Eigentlich wussten wir selbst kaum, wie das passiert ist“, sagt MSV-Trainer Wilfried Tönneßen mit einem Schmunzeln, der natürlich dennoch eine genaue Vorstellung davon hat, was die Basis des Erfolges ist: „Unsere Teamleistung hat uns nach oben gebeamt.“ Dabei ist es nicht allein das Sportliche, das dieses Team auszeichnet. Schon der Besuch in der JVA Köln im vergangenen Jahr, als sich diese selbst noch junge Mannschaft und ebenso junge weibliche Strafgefangene kümmerte und eine Trainingseinheit im Knast absolvierte, zeigte: Diese Spielerinnen haben Charakter.

Das Herz der Mannschaft ist – Achtung: Wortspiel – Kapitänin Maria Hertzenberg. Fußballerisch geht sie voran, ist eine Frohnatur, die Spaß verbreitet, „die aber auch weiß, wann es ernst werden muss“, sagt Tönneßen. „Jemanden wie Maria zu haben, ist positiv für den MSV und für diese Mannschaft“, freut sich Tönneßen über seinen „verlängerten“ Arm auf dem Spielfeld, der ohnehin schon in früheren Jahren für eine Co-Trainerin plädiert hat, „weil Frauen untereinander Dinge schonmal einfacher lösen“. Die Situation des FCR ließ keine Assistentin zu. Aktuell ist Tönneßen „Mädchen für alles“ – vom Spielbericht bis zur Schiedsrichterbetreuung. „Ich mache das gerne. Dennoch wäre es schön, wenn sich das wieder einmal ändert.“ Umso besser ist es, Führungsspielerinnen zu haben. Und das sind neben Hertzenberg auch Spielerinnen wie Stephanie Mplaskas, die wie Eyline Lupprich aus Mönchengladbach zurückkehrte, und Inga Jürgen.

Zudem verstärkten Martina Capelli (Herford), Dielona Luta (Havelse) und Verena Kieth (Jägerhaus Linde) das Team, während Jolina Niewiadomski (Essen II), Liesa Marschall (Höntrop) und Bianca Hielscher (Ziel unbekannt) das Team verließen. Schon die Vorbereitung (Tönneßen: „Schon unsere Hallensaison war überragend“) deutete an, dass der MSV II in guter Verfassung ist. Nur der Test gegen Fortuna Köln und das Auftaktspiel gegen Heike Rheine ließen Luft nach oben erkennen. Gegen Rheine gewann der MSV dennoch mit 4:0 . . .

 
 

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