Lücke geschlossen – FCR Duisburg doch noch gerettet

Der FCR jubelt weiter in der Bundesliga.
Der FCR jubelt weiter in der Bundesliga.
Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool
Weil Sponsoren die Finanzlücke von 200.000 Euro geschlossen hatten, konnte beim FCR Duisburg der befürchtete Gang zum Insolvenzgericht abgewendet werden. Nun kann der Verein eine weitere Saison in der Frauenfußball-Bundesliga dranhängen.

Duisburg. Nach Monaten voller Negativschlagzeilen rund um den Duisburger Frauenfußball hatte kaum noch jemand daran geglaubt – aber seit Dienstagabend ist es offiziell: „Der FCR 2001 Duisburg ist gerettet“, begann Rainer Zimmermann, Pressesprecher des Bundesligisten, seine Mitteilung. Nachdem Sponsoren die Finanzlücke von 200 000 Euro geschlossen hatten, konnte der befürchtete Gang zum Insolvenzgericht abgewendet werden. Damit wird auch in der 25. Saison der Frauen-Bundesliga ein Verein aus Duisburg dort an den Start gehen.

Noch am Dienstagnachmittag war der Stand ein anderer gewesen: Da hieß es, die Frist zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens sei bis Mittwoch verlängert worden. Binnen der folgenden zweieinhalb Stunden änderte sich die Situation dann – untypisch für Duisburg – zum Positiven. „Im Zuge der Gespräche, in denen es auch um die finanziellen Probleme des MSV Duisburg ging, ist es tatsächlich gelungen, Sponsoren zu gewinnen, die bereit sind, die Etatlücke zu schließen. Dazu gehören Unternehmen ebenso wie viele Privatpersonen, die den Löwinnen finanzielle Unterstützung gewähren “, so Rainer Zimmermann.

Insolvenzverwalter erstaunt über Ausgang

Dem Vernehmen nach hatte vor allem Schauinsland-Reisen großen Anteil an der Rettung. „Es ist fast unfassbar, dass wir schlussendlich doch noch zu diesem positiven Ergebnis gekommen sind“, war auch Insolvenzverwalter Andreas Röpke erstaunt über den Ausgang. Wie sich das nun in der Planung für die kommende Saison auswirkt, wird der Verein erst am kommenden Montag in einer Pressekonferenz bekanntgeben. Unter anderem muss ja auch noch ein neuer Geschäftsführer gefunden werden, nachdem Timo Skrzypski den FCR verlassen hat.

Die Frage, unter welchem Dach es künftig Frauenfußball in Duisburg geben wird, gilt es auch noch zu beantworten. „Wir würden uns freuen, den FCR bei uns zu integrieren“, erklärte am Dienstag der MSV-Vorsitzende Udo Kirmse. Freilich ist aber auch immer noch eine Fusion mit dem VfB Homberg eine Option. „Wir freuen uns wirklich, dass zwei Vereine gern mit uns zusammenarbeiten würden“, sagte Rainer Zimmermann. Deshalb sei es auch notwendig, beide Möglichkeiten eingehend zu prüfen.

 
 

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