MSV belohnt sich gegen Hoffenheim für harten Kampf

Der Ball ist sicher: Lena Nuding, die hier zusammen mit Rahel Kiwic die Situation gegen Fabienne Dongus entschärft. blieb erstmals ohne Gegentor.
Der Ball ist sicher: Lena Nuding, die hier zusammen mit Rahel Kiwic die Situation gegen Fabienne Dongus entschärft. blieb erstmals ohne Gegentor.
Foto: Tanja Pickartz
Duisburger Aufsteiger muss nach Ampelkarte über 50 Minuten in Unterzahl spielen. Doch am Ende reicht ein Treffer, um den wichtigen Sieg zu sichern.

Duisburg.  Augenblicke vor dem Ende versuchten es die Gäste noch einmal. Ricarda Schaber zog von der Strafraumgrenze ab und verfehlte mit ihrem Schuss nur um wenige Zentimeter das Tor des MSV Duisburg. Kurz darauf tätigte Schiedsrichterin Christine Weigelt ihren letzten Pfiff des Tages und sorgte für großen Jubel beim Großteil der 457 Zuschauer. Der Aufsteiger zur Frauenfußball-Bundesliga hatte mit dem 1:0 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim den eminent wichtigen zweiten Saisonsieg eingefahren.

„Ich bin sehr glücklich“, stellte Trainerin Inka Grings nachher fest. Das Wort „glücklich“ traf es in der Nachbetrachtung ziemlich gut, denn nach einer Halbzeit Hoffenheimer Dauerdruck war es schon eine kleine Überraschung, dass ausgerechnet in einem Spiel mit mehr als 50 Minuten Unterzahl erstmals in dieser Saison am Ende die Null in der Defensive stand.

Lee Falkon war es, die sieben Minuten vor dem Seitenwechsel etwas früher in die Kabine musste. Die Israelin, üblicherweise in der Offensive aufgeboten, agierte diesmal etwas unerwartet als Rechtsverteidigerin. Inka Grings hatte sich von ihr mehr Zweikampfstärke auf dieser Position erhofft, doch die enorm schnellen Gästespielerinnen sorgten dafür, dass Falkon zweimal im Kampf um den Ball deutlich zu spät kam und nur noch deren Beine traf. Die Konsequenz war die Ampelkarte von Schiedsrichterin Weigelt, die noch weitere vier Gelbe Karten zückte – in der Frauen-Bundesliga eine eher unübliche Zahl.

Eigengewächs Lara Heß erzielte per Heber das Siegtor

Zu diesem Zeitpunkt führte der MSV bereits durch den zweiten Saisontreffer von Eigengewächs Lara Heß. Die Not-Angreiferin – Sofia Nati schaute nach Verletzungspause erst einmal von draußen zu – nutzte in der 17. Minute einen Abstimmungsfehler in der Hoffenheimer Deckung und lupfte den Ball von der Strafraumgrenze zum 1:0 über Keeperin Martina Tufekovic ins Tor.

Im Endeffekt blieb dies die einzige wirklich nennenswerte Angriffsaktion der Zebras, die sich in der zweiten Hälfte komplett auf die Defensive konzentrierten. Das machten Rahel Kiwic und ihre Nebenleute weitestgehend gut, doch Chancen ergaben sich für die TSG trotzdem fast zwangsläufig. Letztlich hielt Lena Nuding bei ihrer Rückkehr zwischen die Pfosten trotz kleinerer Wackler den Kasten sauber.

Trainerin Inka Grings zog ein zufriedenes Fazit

Inka Grings zog insgesamt ein zufriedenes Fazit: „Es war kein schönes Spiel, aber die Punkte sind mir heute wichtiger. Vor allem hat man gesehen, dass diesmal eine Mannschaft auf dem Platz war.“

MSV: Nuding – Falkon, Kiwic, Kirchberger, Hellfeier (64. Fliege) – Debitzki (88. Betschart), Wu, Zielinski, Radtke, Rácz – Heß (70. Nati).
Tor: 1:0 Heß (17.).
Gelb-rote Karte: Falkon (38.).

 
 

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