Mit Biss und Disziplin zurück nach Freiburg

Pascal Zerressen und Co. wollen die Freiburger diesmal nicht herankommen lassen.
Pascal Zerressen und Co. wollen die Freiburger diesmal nicht herankommen lassen.
Foto: Ute Gabriel
Die Füchse wollen im letzten Heimspiel der Saison das fünfte Finalspiel erzwingen. Am Freitag steht um 19.30 Uhr das vierte Oberliga-Endspiel an.

Duisburg..  Lance Nethery hat sich viele Videos angeschaut und auch mit den Füchsen darüber gesprochen. Doch der Teamchef des EV Duisburg hält es einfach. „Es geht um Disziplin, es geht um Leidenschaft, es geht um Herz, es geht um Entschlossenheit und vor allem geht es um Biss“, betont der Kanadier. „Und nach alldem, da können wir auch über Taktik sprechen.“ Mit eben jenem Biss wollen sich die Füchse ein fünftes und auf jeden Fall letztes Finalspiel in den Play-offs der Eishockey-Oberliga erarbeiten. In jedem Fall ist die Partie am Freitag gegen den EHC Freiburg (19.30 Uhr, Scania-Arena) das letzte Heimspiel der Saison.

Fünf unnötige Strafzeiten

Nicht ohne Grund hat Nethery die Disziplin an Nummer eins seiner Prioritätenliste gesetzt. „Wir haben in Spiel drei in den ersten 40 Minuten siebenmal in Unterzahl gespielt – und darunter waren fünf unnötige Strafen. Das müssen wir unbedingt abstellen.“ Es ist längst ein geflügeltes Eishockeywort, dass keiner auf der Strafbank ein Spiel gewinnt. Dennoch ist es mehr als eine Plat­ti­tü­de. „Ganz einfach, weil das auch noch in 100 Jahren richtig sein wird.“ Nethery verlangt, da sich die Füchse keine Niederlage mehr erlauben können, die nötige Cleverness. „Ich weiß, dass wir eine junge Mannschaft haben. Und eine junge Mannschaft macht auch Fehler. Aber ob man nun jung oder alt ist, diese unnötigen Strafzeiten dürfen wir uns nicht erlauben. Und das hat auch nichts mit dem Schiedsrichter oder dem Gegner zu tun – diese Strafen haben wir uns selbst zuzuschreiben.“

Denn dann könnte die bisherige Erkenntnis, dass der EVD bei fünf gegen fünf Spielern auf dem Eis die bessere Mannschaft ist, auch etwas nützen. Bislang hat Freiburg neun Tore gegen Duisburg erzielt – sieben davon in Überzahl (eines davon bei 6 gegen 5). Bleiben zwei Tore bei fünf gegen fünf – der EVD hat bei voller Spielerzahl dreimal zugelangt. „Aber“, betont Nethery, „das steht nicht irgendwo in Klammern hinter dem richtigen Ergebnis. Es ist so: Freiburg hat zweimal gewonnen, wir einmal“, will Nethery, dass nun die richtigen, die wichtigen Zahlen stimmen. „Außerdem bringen uns die viele unnützen Strafen aus dem Rhythmus.“

Heißt also: Wie schon in Spiel zwei daheim in Duisburg sollen und wollen die Füchse mit viel Dampf, Biss, also Zug zum Tor, und abseits der Strafbank zum Erfolg kommen. Dass bei sechs gegen drei gegen Ende von Spiel drei kein Tor gefallen ist, hat Nethery abgehakt. „Wenn du ein Tor schießen musst, dann ist es immer schwierig. Das musste auch Ingolstadt im letzten DEL-Finalspiel gegen Mannheim lernen.“ Das bedeutet: Es gilt, alles dafür zu tun, um zu vermeiden, wieder in diese Situation zu kommen.

Und sonst? „Viele Bullys gewinnen. Viele Zweikämpfe gewinnen.“ Klingt nicht nach Hexenwerk, aber letztlich sind es doch die Stellschrauben, die über den Ausgang eines Spiels entscheiden. „Wir brauen Entschlossenheit über die vollen 60 Minuten.“ Und dann kann es auch am Sonntag weitergehen.

Die Schiedsrichter der vierten Finalpartie sind Steffen Klau und Elvis Melia.

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