Lettieri widmet Aufstieg seiner Familie

Wenige Sekunden vor dem Abpfiff drehte sich Gino Lettieri um, schaute auf die Zuschauerränge. Als der Trainer des MSV Duisburg seine Familie auf der Tribüne erblickte, winkte er. „Ich schenke diesen Aufstieg meiner Frau und meinen Kindern. Sie mussten mich im letzten Jahr zu oft entbehren“, sagte der 48-Jährige nach dem 3:1 (3:1)-Erfolg mit bewegter Stimme.

Nach dem Spiel musste Lettieri mehrfach das T-Shirt wechseln. Immer wieder überschütteten ihn seine Spieler mit Bier und Sekt. Steffen Bohl sorgte sogar beim Fernsehinterview vor laufender Kamera für eine Bierdusche. „Diese Strafe zahle ich gerne“, grinste der Mannschaftskapitän, der indes selbst ergriffen war: „Ich habe heute viele Leute weinen gesehen.“

Der MSV hat sich vor der Rekordkulisse von 31 002 Zuschauern die Sehnsucht nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga erfüllt. Und das bereits am vorletzten Spieltag. In der Blitztabelle waren die Zebras zwischenzeitlich sogar Tabellenführer, weil Arminia Bielefeld gegen Regensburg zurücklag. Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Die Fans stürmten den Rasen und feierten mit den Zebras.

Ob die Kräfte für einen Sturm auf die Tabellenspitze am letzten Spieltag bei Wehen Wiesbaden noch reichen werden, wird sich zeigen. Spontan jetteten die MSV-Profis zu einer Aufstiegsparty nach Mallorca. „Wir lassen es jetzt krachen“, kündigte Stürmer Kingsley Onuegbu an. „Das haben sich die Jungs verdient“, so Lettieri. Die nächste Trainingseinheit hat der Coach für Donnerstag, 14 Uhr, angesetzt.

EURE FAVORITEN