Kids rocken den Volksparklauf

Richard Winkler hat noch einmal nachbestellt. „700 Starternummern haben wir jetzt“, sagt der Mann vom OSC Rheinhausen, „aber wahrscheinlich werden wir auch damit nicht auskommen.“ Beim 4. OSC-Sparda-Lauf steht den Rheinhausern am Sonntag ein volles Haus im Volksparkstadion bevor – und ein neuer Melderekord. „590 Vormelder haben wir schon und es werden stündlich mehr“, berichtet Winkler und schiebt nach. „Die große Frage ist: Wie bekommen wir das hin?“ Denn bei diesem neuen Rekord stellen rund 380 kleine Menschen das Organisationsteam um Richard Winkler vor eine große Herausforderung. So viele Kids werden am Sonntag ab 9.45 Uhr bei den Bambini- und Schülerläufen teilnehmen – und dem eigentlichen Höhepunkt der Veranstaltung, dem 10 000-Meter-Hauptlauf womöglich die Show stehlen.

Nachmeldungen möglich

Da das Organisationsteam bereits zum 13. Mal die Läufe „Um und durch den Volkspark“ ausrichtet, ist Winkler zuversichtlich, die Veranstaltung auch diesmal reibungslos über die Bühne zu kriegen. Doch 86 gemeldete Bambini, 76 Schüler der Altersklasse U14-16 und vor allem 223 Schüler U 10-12 „sind auch für uns Neuland“, weiß Winkler, dass die Veranstaltung nicht ohne Verschiebungen im Zeitplan auskommen wird.

„Wir können die 223 Schüler U10-12 ja nicht alle gleichzeitig auf eine 1800-Meter-Strecke schicken.“ So werden die Teilnehmer dieser Altersklasse auf zwei Felder (10 Uhr und 10.15 Uhr) aufgeteilt, wodurch sich alle weiteren Starts um 15 Minuten verschieben werden. Der 10 000-Meter-Hauptlauf steigt somit um 11.45 Uhr.

Bislang mussten sich die Organisatoren, die im letzten Jahr insgesamt 340 Starter im Volkspark begrüßten, auf etwa 60 Schüler und Bambini einstellen. Dass es jetzt fünfmal so viele sind, ist einer Aktion des Titelsponsors zu verdanken. Die Bank hat 500 Euro für bis zu zehn Schulen ausgelobt, die mindestens 20 Schülerinnen und Schüler am Sonntag ins Ziel bringen. „Das ist natürlich ein tolles Ergebnis“, hofft Richard Winkler vor allem, „dass sportlich etwas bei den jungen Leuten auch hängen bleibt“. Denn das ist bei schwindendem Nachwuchs in der Leichtathletik auch Sinn der Aktion. Aber auch logistisch stellt das Ergebnis die Ausrichter vor Herausforderungen. „Wie viel Wasser trinken sie? Mögen Kinder überhaupt Wasser? Wie viele Würstchen brauchen wir? Oder essen Kinder lieber etwas anderes? Wir lassen uns mal überraschen“, so Winkler.

Um die „Großen“ machen sich die Rheinhauser hingegen weniger Sorgen. Wenngleich 120 Vormeldungen für die 5000-Meter-Joggingstrecke (10.45 Uhr) und 90 für den Hauptlauf gemeinsam mit den noch bis zu 45 Minuten vor den jeweiligen Starts möglichen Nachmeldungen auch schon eine ordentliche Teilnahme erwarten lassen. Für die Spätentschlossenen ist noch genügend Platz. „Da sehe ich keine Gefahr“, sagt Winkler, „bei diesen Läufen könnten wir noch viel mehr Starter aufnehmen.“

Etwas Hoffnung setzen die Macher vom OSC Rheinhausen noch auf die Nachmeldung des einen oder anderen Spitzenläufers. „Bislang ist noch keiner dabei, der bei uns mal auffällig geworden ist“, sagt Richard Winkler, wobei er einen Athleten vom ASV Duisburg herausnehmen muss. Michael Schramm möchte nach seinen Siegen im Jahr 2012 und 2013 nun endlich das Triple über 10 000 Meter schaffen und hat sich die 242. der 700 Startnummern bereits gesichert.

 

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