Junges Buchholzer Team soll sich entwickeln

Das verjüngte Bezirksliga-Team von Viktoria Buchholz: (hinten von links) Marcel Bockting, Phil Szalek, Julien Schmitz, Patrick Hommes, Norman Renner, Denis Grzegorzik, Lennart Höveler; (Mitte von links)  Vorsitzender Manfred Helfen, Fußballobmann Michael Klein, Alexander Klug, Max Clever, Tim Ramroth, Sebastian Schröder, Felix van Berk, Jan Striewe, Trainer Michael Roß; (vorn von links) Julian Mattern, Timo Kemperdieck, Dustin Leupold, Marcel Jost, Jannis Müller, Nils Scharwächter.
Das verjüngte Bezirksliga-Team von Viktoria Buchholz: (hinten von links) Marcel Bockting, Phil Szalek, Julien Schmitz, Patrick Hommes, Norman Renner, Denis Grzegorzik, Lennart Höveler; (Mitte von links) Vorsitzender Manfred Helfen, Fußballobmann Michael Klein, Alexander Klug, Max Clever, Tim Ramroth, Sebastian Schröder, Felix van Berk, Jan Striewe, Trainer Michael Roß; (vorn von links) Julian Mattern, Timo Kemperdieck, Dustin Leupold, Marcel Jost, Jannis Müller, Nils Scharwächter.
Foto: FUNKE Foto Services
Viktoria-Trainer Michael Roß trauert dem verpassten Landesliga-Aufstieg nicht mehr nach. Von einer eventuellen Favoritenrolle will er nichts wissen.

Zwei Tore. Zwei Tore nur fehlten den Bezirksliga-Kickern von Viktoria Buchholz in der Vorsaison, um Blau-Weiß Oberhausen am letzten Spieltag doch noch überholen zu können. „Wäre die Saison noch drei Wochen länger gegangen, hätten wir es wohl geschafft“, findet Michael Roß den knapp verpassten Aufstieg „schon etwas ärgerlich.“ Im Nachhinein sieht es der Trainer aber dann doch positiv, dass sein Team weiterhin in der Bezirksliga an den Start geht. Sieben erfahrene Leistungsträger haben die „Erste“ verlassen. Mit dem nun auf einen Schnitt von 22 Jahren stark verjüngten Kader „hätten wir es schwer in der Landesliga gehabt“, glaubt Roß, „und ein Abstiegskampf wäre nicht förderlich für die Entwicklung unserer vielen jungen Spieler. Statt häufig mit Rücken zur Wand zu stehen, können sie nun frei von der Leber weg aufspielen.“

Was nicht heißen soll, dass die Grün-Schwarzen keine ambitionierten Ziele hätten. „Das Wichtigste ist, immer fokussiert und konzentriert zu bleiben und sich nie zufrieden zu geben“ sagt Roß, der als tabellarisches Ziel Platz fünf anstrebt. „Alles was, darüber hinaus geht, nehmen wir gern mit. Aber wir sind in der letzten Saison gut damit gefahren, nicht zu große Ziele auszugeben.“

Zwei Kandidaten für das Tor

So teilt er auch nicht die Meinung vieler seiner Trainerkollegen, die in Buchholz erneut einen Aufstiegsfavoriten sehen. „Wir haben mit Maurice Rybacki jede Menge Tore und zudem sehr viel an Erfahrung verloren. Vom Aufstieg zu reden, finde ich unrealistisch“, verweist Roß auf die namhaften Abgänge. 21-Tore-Mann Rybacki zog es zum 1.FC Kleve, Maik Hoppe – viele Jahre ein sicherer Rückhalt im Tor – lässt es nun wie auch Marc Mallwitz, Yonis Tercan, Robin Schuffels und Markus Raue in Viktorias „Zweiter“ etwas ruhiger angehen, Abwehrchef und Kapitän Daniel Müller hat ganz aufgehört.

Mit Dustin Leupold (22) aus der eigenen Reserve und Timo Mohr (20) von TuSpo Huckingen sollen nun zwei junge Keeper in Hoppes Fußstapfen treten. „Beide machen ihre Sache sehr gut und geben Vollgas“, ist das Rennen um die Nummer eins für Roß „komplett offen“. Das gilt für die meisten Positionen. Nahezu gesetzt ist nur Toptorjäger Tim Ramroth, der in der Vorsaison in 21 Einsätzen 25 Mal traf. Mittelfeldchef und neuer Kapitän Sven Mailand, die Defensivkräfte Felix van Berk, Sebastian Schröder und Norman Renner sowie die offensiver ausgerichteten Lennart Höveler und Timo Kemperdieck zählen für den Coach aber auch zu den „Spielern mit Führungsrollen.“ Die Rolle von Daniel Müller soll Max Clever einnehmen – die Rückennummer 13 hat er schon übernommen. Auch Alexander Klug könnte eine Option für die Innenverteidigung sein, allerdings fällt der Neuzugang von TuRa 88 nach einer Meniskus-OP rund sechs Wochen aus. Als neue zweite Spitze soll sich Denis Grzegorzik, der aus der A-Jugend des DSV 1900 kam, Rybackis Torquote annähern. Fünfter Neuzugang ist Außenspieler Marcel Jost, der nach seiner Landesliga-Zeit bei Union Mülheim etwas kürzer trat und für Eintracht Duisburg kickte. „Ein erfahrener Spieler, der unseren Altersdurchschnitt mit 27 Jahren fast sprengt“, lacht Roß, „ich möchte ihm eine Chance geben.“

Mit nur 32 Gegentoren stellte die Viktoria zuletzt die beste Abwehr in ihrer Gruppe. Daran will Michael Roß auch in der seiner Meinung nach „durch das weitere Verkürzen von sieben auf sechs Gruppen, stärker gewordenen Konkurrenz“ festhalten und aus der gesicherten Defensive nach vorne agieren. In der Vorbereitung ging das Rezept mit allein drei Siegen gegen Landesligisten auf. Zuletzt bekam dies der Oberliga-Absteiger VfB Homberg mit einer 1:2-Niederlage an der Sternstraße zu spüren.

Der Buchholzer Coach sieht zwar eher den stark aufgerüsteten SV Genc Osman oder Hamborn 07 „mit der neuen Trainerpersonalie Dietmar Schacht“ ganz vorn. Hombergs Vize Wolfgang Graf war vor dem Testspiel in Buchholz aber anderer Meinung: „Wir spielen hier heute gegen den Aufstiegsfavoriten der Bezirksliga.“

 
 

EURE FAVORITEN