Heinlein und Kessen machen’s

Heiko Heinlein wechselt nach der Saison vom DSV zum FSV.
Heiko Heinlein wechselt nach der Saison vom DSV zum FSV.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg..  Der FSV und der DSV präsentieren ihre Trainer für die Saison 2014/15.

In den letzten Tagen deutete bereits viel darauf hin, nun sind die Trainerstühle bei zwei Duisburger Fußball-Landesligisten besetzt. Heiko Heinlein, der beim Duisburger SV 1900 zum Saisonende aufhört, wechselt ein paar Kilometer Richtung Norden und übernimmt den FSV Duisburg. Sein Nachfolger in Wanheimerort ist der Zwillingsbruder des Sportlichen Leiters Jörg Kessen: Ralf Kessen hat in der neuen Spielzeit das Sagen an der Düsseldorfer Straße.

Dabei ist diese Personalie besonders interessant, denn die Brüder, die als Trainer im Amateurbereich bereits einige Erfolg vorweisen können, arbeiten zum ersten Mal seit langer Zeit wieder für den gleichen Club. „Unsere Trainerlaufbahn begann bei Duisburg 08“, erinnert sich Jörg Kessen. Den damaligen Verbandsligisten coachten die beiden Kessens ab 1996 gleichberechtigt, wobei Ralf Kessen auch noch als Spielertrainer auflief. Bis 1998 bildeten sie ein Duo in Hochfeld. „Ich bin dann zum SC Kleve gegangen; Jörg blieb noch bei 08“, so Ralf Kessen.

„Thomas Brag hatte natürlich die letzte Entscheidung, hat sich nun aber für Ralf entschieden“, sagte Jörg Kessen über die Entscheidungsfindung, die beim Vorsitzenden des DSV 1900 endete. „Mucki Tebeck wäre ebenfalls ein guter Trainer gewesen, hätte uns aber aufgrund einer anstehenden Knie-OP erst zu Beginn der neuen Saison zur Verfügung gestanden“, sagte der Sportlicher Leiter der Wanheimerorter. „Ich will gar nicht so viel umkrempen“, erläuterte Ralf Kessen. „Denn 80 Prozent des Kaders bleiben erhalten. Dazu werden wir uns entsprechend verstärken.“ Denn die neue Saison wird eine Herausforderung. In einer Übergangsspielzeit spielt die Landesliga in drei 14er-Gruppen, ehe sie auf zwei 18er-Gruppen reduziert wird. „Es wird keine schwachen Mannschaften mehr geben“, so Ralf Kessen, der zuletzt vier Jahre für den KFC Uerdingen und danach als Scout und Spielbeobachter für den Wuppertaler SV tätig war.

Für Heiko Heinlein hat sich seine Suchvorgabe – ein Oberligist oder ein ambitionierter Landesligist – ebenfalls erfüllt. Denn Yasin Feyizoglu erklärte für den FSV: „In der kommenden Saison peilen wir den Aufstieg in die Oberliga an:“ Zur Verpflichtung von Heinlein erklärte er: „Wir wollen von Heikos Erfahrung profitieren. Er bringt viel Kompetenz mit“, freut sich Feyizoglu über die Zusage Heinleins. „Ralf Gemmer ist ein toller Trainer. Aber mit Heiko packen wir noch etwas oben drauf“, so Feyizoglu, der die Entwicklung des Vereins an der Warbruckstraße in den Vordergrund stellt. „Es geht nicht nur um die erste Mannschaft. Wir peilen auch mit der A- und B-Jugend den Aufstieg in die Niederrheinliga an. Das muss uns auf lange Sicht gelingen, um einen guten Unterbau zu haben.“ Zudem stimmt die Entwicklung in Sachen Platzanlage und Fanunterstützung.

„Beim FSV werden keine Luftschlösser gebaut“, zeigte sich Heinlein vom Gespräch mit den Vereinsverantwortlichen beeindruckt. „Es wurden Vorteile genannt, aber auch Punkte, die gemeinsam verbessert werden können. Dazu kommt, dass ich Yasin gefühlt mein ganzes Leben lang kenne.“

 
 

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