Goldener Glanz unter dem Korb und im Kanu

Edina Müller freut sich über die Goldmedaille.
Edina Müller freut sich über die Goldmedaille.
Foto: Fabian Strauch
Siege für Edina Müller und Tim Kierey auf der Wedauer Regattabahn.

Duisburg..  Goldener Vormittag für die Gastgeber bei den Para-Kanu-Weltmeisterschaften in Duisburg. Edina Müller aus Hamburg gewann in Klasse 1 über 200 Meter gleich im ersten Rennen der Finalserie den Titel. Tom Kierey aus Berlin sicherte sich ebenfalls Gold auf der Wedau-Bahn im Kajak-Einer der Klasse 3 über die 200 Meter. Insgesamt sechs Entscheidungen in den paralympischen Bootsklassen standen auf dem Vormittagsprogramm zum Abschluss der dreitägigen Para-Kanu-WM.

Ebenfalls ins Finale der Klasse 2 schaffte es Ivo Kilian, der als Neunter ins Ziel kam. Ebenso erfolgreich wie der Deutsche Kanu-Verband waren die paralympischen Sportlerinnen aus Großbritannien, die sich ebenfalls zwei Goldmedaillen sichern konnten.

Die gebürtige Mönchengladbacherin Edina Müller setzte mit Blick auf die Paralympics ein Ausrufzeichen. Zum ersten Mal gelang ihr ein Sieg über die Abonnementsweltmeisterin Jeanette Chippington aus Großbritannien. Bei der WM in Mailand 2015 hatte noch die Britin das Gold eingesammelt. Edina Müller sagte nach dem Erfolg in Duisburg: „Das Rennen hätte keine zehn Meter länger dauern dürfen. Mein erster WM-Titel und das im eigenen Land, das ist ein besonderes Gefühl.“ Die Hamburgerin hatte dabei mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Morgens beim Einfahren war sie gekentert. „Danach musste ich mich neu fokussieren. Dafür war das Finale gar nicht so schlecht.“

Tom Kierey aus Berlin gewann in Duisburg bereits seinen dritten WM-Titel. 2013, ebenfalls auf der Wedau-Bahn, hatte er sich bereits den Titel in seiner Klasse gesichert. Nach 2015 in Mailand war er auch am Donnerstag nicht zu schlagen. Kierey gewann mit einem Vorsprung von vier Hundertstel vor Serhil Yemelianov aus der Ukraine. Der Berliner sagte nach dem Rennen: „Medaillenauftrag mehr als erfüllt. Das war ein richtiger guter Einstieg in die paralympische Saison.“ Ebenso wie Edina Müller bewirbt sich auch Tom Kierey um einen Podestplatz in Brasilien.

Edina Müller kennt übrigens das Gefühl, bei den Spielen ganz oben zu stehen: 2012 gewann sie im Rollstuhl-Basketball Gold. 2008 in Peking erreichte sie in dieser Sportart Silber.

 
 

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