Genc von Hinrunde enttäuscht

Für sein Fazit, die abgelaufene Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga betreffend, braucht Ilyas Basol nur ein Wort: „Enttäuschung“, sagt der Trainer des SV Genc Osman. „Die Hinrunde war für uns von allen Seiten enttäuschend.“

Nach dem dramatischen Finale in der Vorsaison, als der VfL Repelen den Neumühlern mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft vor der Nase wegschnappte, gab es für Basol und Co. zu Beginn der aktuellen Spielzeit nur ein Ziel: Aufstieg! Doch davon ist der Siebte (27 Punkte, 31:21 Tore) meilenweit entfernt. Bei 15 Punkten Abstand auf Spitzenreiter Blau-Weiß Oberhausen hat Basol jegliche Aufstiegsambitionen ad acta gelegt. „Platz Sieben ist für unsere Ansprüche zu wenig. Als Zweiter oder Dritter könnten wir noch hoffen. Aber so ist die Saison für uns gelaufen. Wir sind fest davon ausgegangen, dass wir den Aufstieg packen. Vielleicht waren wir uns zu sicher.“

Dass die Mission dermaßen daneben ging, macht der Trainer in erster Linie an der Kaderplanung fest. „Es war schwierig, weil wir in der Vorsaison bis zum Schluss auf den Aufstieg gehofft hatten. Dann hat es nicht geklappt, acht potenzielle Neuzugänge haben abgesagt und wir hatten nur noch drei Wochen Zeit, nach Alternativen zu suchen“, skizziert Basol die Ausgangssituation. „Nun ist das Team bis auf Samed Basol fast das gleiche wie im letzten Jahr. Wir haben gedacht, es reicht auch so. Aber die Hinrunde hat das Gegenteil gezeigt. Da waren wir etwas blauäugig“, gesteht der Trainer ein und fasst zusammen, was anschließend schief lief: „Viele Leistungsträger konnten ihre Form der Vorsaison nicht abrufen. Samed sieht direkt im ersten Spiel die rote Karte. Wir haben keine Alternative zu unserem oft verletzten Torjäger Bulut Aksoy gehabt. Und auch von einigen Neuzugängen wie Sebastian Kaczmarek habe ich mir mehr versprochen.“

Da Aksoy nun zum FSV Duisburg gewechselt ist, hofft Basol auf Ersatz durch zwei vielversprechende Angreifer, mit denen er in Gesprächen sei. Dass sein Team noch in den Abstiegsstrudel geraten könnte, glaubt er nicht. „Wir haben nach Buchholz die zweitbeste Offensive und erst zwei Spiele verloren. Uns muss man erstmal schlagen. Aber wir müssen auch die anderen erstmal mal schlagen“, verweist der Trainer auf die neun Remis seines Teams. Somit hat Ilyas Basol für die Rückrunde noch zwei Ziele. „Blau-Weiß zu ärgern und Buchholz so vielleicht noch im Aufstiegskampf zu helfen. Und ein paar gute Jungs zu holen, um in der nächsten Saison dann richtig gut aufgestellt zu sein.“

EURE FAVORITEN