FCR Duisburg und Trainer Marco Ketelaer trennen sich

Marco Ketelaer (rechts) ist nicht mehr Trainer des FCR 2001 Duisburg.
Marco Ketelaer (rechts) ist nicht mehr Trainer des FCR 2001 Duisburg.
Foto: WAZFotoPool
Der FCR 2001 und sein bisheriger Cheftrainer Marco Ketelaer gehen getrennte Wege. Die Suche nach einem Nachfolger läuft.

Duisburg.. Die Arbeitsakte Marco Ketelaer ist seit gestern beim FCR 2001 Duisburg geschlossen. Die Krankenakte des 42-jährigen Fußballtrainers allerdings nicht. Nachdem der Cheftrainer des Frauenfußball-Bundesligisten seit dem 26. Oktober gefehlt hatte und zunächst von Co-Trainer Andreas Kontra, dann von Petra Hauser als Interimstrainerin vertreten worden war, einigen sich der Mönchengladbacher und der Klub nun auf eine Vertragsauslösung. An sich hätte der Kontrakt noch bis zum Ende der Saison Gültigkeit gehabt.

Stillschweigen über Krankheit, die Ketelaer zum Aufgeben zwang

„Der Trainer gab persönliche Gründe für die Auflösung an und möchte dem Verein entgegenkommen, um so Planungssicherheit im Trainerbereich zu ermöglichen“, erklärte der FCR in seiner Mitteilung. Auch weiterhin bewahren beide Seiten Stillschweigen über die Art der Erkrankung, die Ketelaer zur Aufgabe zwang. Dass es „nichts Lebensbedrohliches“ sei, konnte Vereinschef Thomas Hückels auf der Jahreshauptversammlung am 3. Dezember zwar verkünden. Ketelaer selbst sagte: „Ich bitte, die Mitteilung so aufzunehmen, ohne weiter ins Detail zu gehen.“ Ob er nun in seinen Job bei der Stadt Mönchengladbach zurückkehrt oder aber erneut eine Tätigkeit als Trainer sucht, steht noch nicht fest. „Primär geht es für mich darum, wieder gesund zu werden.“

Derweil sondiert der FCR den Trainermarkt und will möglichst schnell zu einem Abschluss kommen. Schließlich steht schon am 7. Januar der Trainingsauftakt für die Vorbereitung auf die zweite Serie auf dem Plan. „Und dann wollen wir, dass der Nachfolger oder die Nachfolgerin auf dem Platz steht“, sagt Jörg Schemberg, der Sportliche Leiter des FCR. Wie groß die Kandidatenliste wollte Schemberg nicht verraten – oder gar wer darauf steht und wer nicht. Dem Vernehmen nach ist Christian Schreier aber kein Thema (mehr).

Jahrelange positive Zusammenarbeit zwischen FCR und Ketelaer

Ketelaer, der 2009 als Co-Trainer von Martina Voss-Tecklenburg zum FCR kam und 2011 zum Cheftrainer aufrückte, als die Löwinnen sich von ihrer Vorzeigespielerin und -trainerin getrennt hatten, sagte: „Ich habe hier sehr schöne Jahre erlebt und viele Erfolge mit den Löwinnen gefeiert. Ich wünsche der Mannschaft und dem gesamten Verein trotz der aktuell etwas schwierigeren Zeiten eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte.“ Hückels: „Wir haben mit ‚Kette‘ mehr als drei Jahre sehr positiv zusammengearbeitet.“

Auch aktuell sieht es beim Tabellenneunten der Bundesliga nicht so aus, als würde es im Winter Transfers in die eine oder andere Richtung geben. Immerhin wird der FCR voraussichtlich das Training am 7. Januar komplett aufnehmen. Nur hinter Jackie Groenen steht verletzungsbedingt ein kleines Fragezeichen.

 
 

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