FCR Duisburg bangt weiter um Existenz

Ein banger Blick: Nicht nur FCR-Trainer Sven Kahlert sorgt sich um die Zukunft des Duisburger Frauen-Fußballs.
Ein banger Blick: Nicht nur FCR-Trainer Sven Kahlert sorgt sich um die Zukunft des Duisburger Frauen-Fußballs.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg. Sven Kahlert nannte es „ein kleines Feuerchen“, das sein Team mit dem 1:0-Auswärtssieg gegen den FC Bayern München „am Flackern“ gehalten habe. Noch bei der Abfahrt musste Sportvorstand Dieter Weber die Spielerinnen darüber informieren, worüber diese Zeitung berichtet hatte: Der geplante Anschluss an den MSV Duisburg drohte zu platzen – und damit die Hoffnung, auch in der Rückrunde in der Frauenfußball-Bundesliga spielen zu können. Schon am Mittwoch wurde das „Feuerchen“ in den sozialen Netzwerken angefacht, als Gerüchte die Runde machten, es könnten nun doch noch klappen.

Am Donnerstag wiederum äußerte sich der Verein, bat aber in einer kurzen Mitteilung um Geduld. Aufsichtsratschef Ferdi Seidelt teilte dabei mit: „Zum 16. Dezember 2013 erwartet der DFB belastbare Aussagen, wie es mit dem Erstliga-Frauenfußball in Duisburg weitergehen wird.

Heimspiel gegen Jena möglicherweise das letzte der Vereinsgeschichte

Um den diesbezüglichen Vorgang, an dem die Verantwortlichen nachhaltig und überzeugt arbeiten, nicht zu gefährden, wird es bis zu diesem Zeitpunkt keine Stellungnahme von den am Prozess beteiligten Personen geben.“ Diese Aussage, nichts sagen zu wollen, ist dann aber auch nicht inhaltsleer: Sie verrät zwischen den Zeilen freilich, dass der FCR hofft, auch nach dem nun anstehenden Heimspiel gegen den USV Jena (Sonntag, 14 Uhr, PCC-Stadion) – das möglicherweise das letzte der Vereinsgeschichte ist – weiterhin in der Bundesliga spielen zu können. Unter welchen Namen auch immer.

Mit dem Spiel gegen Jena geht der FCR in die Winterpause und kann sich mit einem Sieg auch sportlich Luft verschaffen. Bleibt zu hoffen, dass es nach dem „Winterschlaf“ ein Erwachen gibt.

 
 

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